Sterbebegleitung
Die Konfrontation mit dem Tod
Der Tod ist einer der größten Tabu-Themen unserer Zeit, aber das Leben endet nun mal mit dem Tod und das heißt jeder Mensch muss sich früher oder später damit auseinander setzen. Diese Vorstellung macht vielen Menschen Angst was auch der Grund dafür ist dass es ihnen schwer fallt mit einem sterbenden umzugehen. Und noch schlimmer ist es wenn sie sich in der Situation des Sterbenden befinden, mit der Angst umzugehen. Deswegen gibt es verschiedene Arten von Sterbehilfe. Bevor ich näher darauf eingehe möchte ich noch etwas Allgemeines zum Tod sagen.
Was den Tod ausmacht und wann man einen Menschen für offiziell Tod erklären muss ist nicht ganz klar. Die verschiedenen Kulturkreise und Epochen spielen zum Beispiel eine Rolle. ( )
Anfangs ging man davon aus, dass der „Tod“ einträte sobald die lebenswichtigen Funktionen (also Atmen Kreislauf) aussetzen. Aber durch den medizinischen Fortschritt hat sich diese Ansicht verändert. Da es nun auch möglich war mit künstlichen Mittel diese Lebenswichtigen Funktionen zu erhalten. Deswegen hat man den Begriff des Gehirntodes eingeführt. Nach dieser Definition ist der der Tod eingetreten sobald die Gehirnaktivität unwiderruflich zum Stillstand kommt. Nach diesem biologischen Tod macht unser Körper noch eine längere Entwicklung mit verschiedenen Merkmalen durch. Erst die Abkühlung des Körpers und die dadurch entstehende Totenstarre. Diese tritt in etwa fünf bis zehn Stunden nach dem Tod ein und verschwindet nach 3 bis 4 Tagen wieder.
Dann gibt es da noch die Organe die unterschiedlich schnell absterben. Die Gehirnzellen zum Beispiel überleben den biologischen Tod höchstens 5 Minuten, die Zellen des Herzen etwa 15 und die Nieren sogar bis zu 30 Minuten. Das ist auch der Grund weswegen man einem gerade verstorbenen Menschen die Organe entnehmen kann und einem Lebenden wieder einpflanzen.
Jetzt komme ich zu Sterbebegleitung
Die meisten Menschen in Österreich sterben in Krankenhäuser obwohl diese die Bedürfnisse eines Sterbenden nur selten befriedigen können. In den Großstädten Europas sind es 90% der Bevölkerung die in Krankenhäusern oder Pflegeheimen sterben, obwohl 90% lieber zuhause im vertrauten Umfeld sterben würden meist sind sie auch noch einsam, was nicht heißen muss dass die tatsächlich alleine sind nur sehr unverstanden. Einen würdigen Abschluss ohne Zorn ohne Angst erleben nur die wenigsten.
Was sich daraus ergibt dass den meisten eben nicht ihre Bedürfnisse ausreichend erfüllt werden können.
- Ein Sterbender hat große Angst vor Schmerzen und möchte meist Schmerzlinderung
- Ebenso hat er Angst vor dem ungewissen kommendem. Helfen kann man mit aktiven zuhören und Zuwendung.
- Die vertraute Umgebung (wie vorher erwähnt) wirkt entspannend und auch angsthemmend
- Für gläubige Menschen ist religiöser Beistand ein sehr wichtiger Trost. Bedeutung von sterben ist für sie der Übergang ins ewige Leben.
Neben Sterbebegleitung von Angehörigen oder auch anderen Institutionen gibt es drei verschiedene Arten von Hilfestellung:
1. Passive Sterbehilfe: keine Form von lebenserhaltenden Maßnahmen, die den Tod nur herauszögern würden - ist rechtlich erlaubt und auf den ausdrücklichen Wunsch des Patienten sogar verpflichtend!
2. Indirekte Sterbehilfe: damit ist Schmerzbekämpfung mit Medikamenten gemeint auch wenn diese die Lebensdauer verkürzen könnten. Diese Art der Sterbehilfe ist ebenso rechtlich erlaubt und weiters zeigen Erfahrungen von Ärzten und Pflegepersonal, dass solche Patienten nur selten, den Wunsch nach Selbsttötung oder aktiver Sterbehilfe äußern. Was mich zum nächsten Punkt bringt:
3. Aktive Sterbehilfe: Beabsichtigtes verfrühtes herbeiführen von dem Tod auf Verlangen des Sterbenden. Die Aktive Sterbehilfe ist in Österreich, sowie auch in den meisten anderen EU-Staaten verboten. In den Niederlanden und in Belgien ist sie unter bestimmten Voraussetzungen in seltenen Fällen erlaubt.
Hospiz:
Hospiz-Prinzipien:
- Im Zentrum der Bemühung stehen der unheilbar kranke Mensch und seine Angehörigen. Optimale Schmerztherapie und Linderung tragen dazu bei, dass die Lebensqualität bis zuletzt erhalten wird.
- Schmerz ist, was der Patient sagt!
Die schmerzt lindernde Betreuung wird auf den jeweiligen Mensch individuell abgestimmt und körperlich, psychisch, sozial und spirituell angewendet.
- Die Familie und Freunde werden im Prozess des Abschiednehmens unterstützt und in ihrer Trauer begleitet.
- Kommunikation und Respekt vor Würde und Autonomie des Menschen.
- Niemand wird aus finanziellen, weltanschaulichen oder ethischen Gründen von der Betreuung ausgeschlossen.
- Aktive Sterbehilfe (Euthanasie) wird ausdrücklich abgelehnt!
Elisabeth Kübler-Ross (1926-2004)
Elisabeth Kübler-Ross wuchs in der Nähe von Zürich auf. Nach dem Krieg studierte sie Medizin und arbeitete kurze zeit als Landärztin. Nach ihrer Heirat ging sie in die USA und begann dort 1985 ihre Fachausbildung für Psychiatrie. 1969 erschien ihr erstes Buch „Interviews mit Sterbenden“, das sie weltweit berühmt machte. Darin setzt sie sich dafür ein, Sterben als einen wesentlichen Teil des Lebens aufzufassen. Die Hospizbewegung, Sterbebegleitung und Selbsthilfegruppen sind zu einem großen Teil ihrer Initiative zu verdanken.
Kübler-Ross hatte ganz wesentlich auch an einem neuen Denkprozess Anteil: Die Ärzte waren vorher ausschließlich am Leben interessiert und das Lebende war für die Lebenden da. Der Tod wurde den Leichenbestattern überlassen. Elisabeth Kübler-Ross wagte es, Sterbende zu fragen, was und woran sie dachten und welche Gefühle sie angesichts ihres Todes hegten. Mit ihren Erkenntnissen löste sie einen Denkprozess aus, nämlich Sterben als wichtigen Teil des Lebens zu akzeptieren. Auf Grund ihrer Befragung kam Kübler- Ross zu dem Ergebnis, dass die Sterbenden bestimmte Stadien durchlaufen:
· Leugnung: „Nicht ich, das kann unmöglich mir passieren“
Der Betroffene will die Diagnose der tödlichen Erkrankung nicht wahrhaben. Er verdrängt sie und erlebt einen Schock. Er glaubt an Verwechslungen und Irrtümer, schiebt alles auf die Unfähigkeit der Ärzte und Pfleger. Oft sucht er weitere Ärzte auf, in der Hoffnung, dass ihm diese eine "bessere" Diagnose liefern können. In dieser Phase werden noch Zukunftspläne geschmiedet und der Kranke legt auch besonderen Wert auf seine äußere Erscheinung, wie Kleidung und Frisur. Trotzdem kreisen seine Gedanken ständig um das Todesproblem. Angehörige und Pfleger versuchen oft, diese Todesgefahr zu verbergen, um einen Schock zu vermeiden und der eigenen Betroffenheit zu entgehen. Doch dieses Verbergen und Verschweigen des Zustandes kann den Betroffenen in eine noch größere Krise stürzen. Er ahnt die Todesnähe und spürt, wenn er von seinem Umfeld angelogen wird und ihm Informationen verheimlicht werden. Gerade das Schweigen signalisiert ihm, dass er über seine Ängste nicht reden darf. Viele Sterbende fordern daher, ihnen die Wahrheit zu sagen. Angehörige, Pflegende und Ärzte befürchten oft eher, die schonungslose Wahrheit könnte die Auseinandersetzung mit dem Tod lähmen, statt sie zu fördern.
Pflegende sollten stattdessen auf die Signale achten, die der Kranke "sendet" und zu einem entsprechenden Gespräch bereit sein, ob es sich nun um ein scheinbar belangloses oder aber tiefgründiges Thema handelt. Der Sterbende sollte offen über seine Befindlichkeiten reden und auf wahrhaftige Antworten vertrauen können, um so schrittweise zu begreifen, dass es schlecht um seine Gesundheit steht. Doch neben diesen ernsten Gesprächen sollten auch andere Gespräche geführt werden, die den Kranken ablenken und ihn dazu ermutigen, das Leben noch intensiv auszukosten.
- Zorn: „Warum ausgerechnet ich?“
In der zweiten Phase folgt auf das „Nichtwahrhabenwollen“ meist Zorn, Groll, Wut, Neid. Denn der Betroffene stellt sich die Frage: "Warum denn gerade ich?" Der Sterbende richtet seinen Zorn gegen diejenigen, die weiterleben dürfen, also Angehörige, Pflegepersonal, usw., da er den Tod nicht direkt angreifen kann. Die so "Angegriffenen" sollten sich von den Anschuldigungen und Beschimpfungen nicht persönlich angesprochen fühlen und nicht selbst aggressiv reagieren. Vielmehr sollten sie sich in die Lage des Kranken hineinversetzen und ihm die Möglichkeit geben, über seine Probleme und Ängste offen reden zu können. Denn wenn der Betroffene sich verstanden fühlt und ihm Hilfe zugesichert wird, werden die begründeten sowie die unbegründeten Aggressionen am schnellsten wieder abgebaut.
Allerdings gehen manche Kranke mit ihrem provozierendem Verhalten immer weiter, um ihre Umgebung zu „testen“: "Man behandelt mich mit Samthandschuhen, da es sowieso bald vorbei sein wird mit mir." In so einem Fall hilft auch nur Wahrhaftigkeit weiter: Der Sterbende wird als erwachsene Persönlichkeit betrachtet und nicht als "armes Hascherl", das vor jeglicher Auseinandersetzung geschützt werden müsse. Diese Sichtweise erlaubt auch deutliche Kritik an unangemessenem Verhalten . Fühlt sich der Kranke (wieder) ernst genommen, legt er meistens die schikanösen Verhaltensweisen ab. Damit ist auch einer Eskalation der Situation vorgebeugt, die sonst auch in Tätlichkeiten seitens der Pflegenden münden könnte. Professionelle Unterstützung z.B. durch Psychologen kann dabei nötig werden.
- Verhandeln: Hadern mit Gott
In der, meist kurzen, dritten Phase erkennt der Betroffene den bevorstehenden Tod an, dennoch versucht er zu verhandeln. Er "verhandelt" mit den Ärzten und dem Pflegepersonal. Er besucht plötzlich die Kirche, legt Gelübde und Versprechen ab, mit Gott und dem Schicksal wird verhandelt: „Das will ich auch ändern, wenn ich weiterleben darf“, es wird um Aufschub gebeten, z.B. bis zur Geburt des ersten Enkels oder Urenkels. Der Kranke nimmt regelmäßig an den Therapien teil und stimmt neuen Therapien zu. Pflegepersonal sollte versuchen, im Sinne der Wahrhaftigkeit die Hoffnungen auf einen realistischen Hintergrund zurückzuführen und keine falschen Hoffnungen zu wecken. Als Wünsche dürfen aber auch unrealistische Äußerungen stehen bleiben.
- Depression: Das Spiel ist aus
Die Depression ist vor allem durch eine hoffnungslose innere Leere, durch Sinnlosigkeitsgefühle und Lebensüberdruss gekennzeichnet. Der Sterbende trauert um das, was er mit seinem Tod verlieren wird, um das, was ihm wichtig war (Partner, Kinder, Freunde und Angehörige). Er bereut vielleicht zurückliegende Versäumnisse, erinnert sich an frühere Ereignisse und Probleme, die er jetzt nicht mehr lösen kann. Das kann in ihm Kummer und Schuldgefühle erwecken. Es ist ihm aber vielleicht auch möglich geworden, sich mit der Realität des Todes auseinanderzusetzen und zum Beispiel sein Testament zu erstellen oder eine Aussöhnung herbeizuführen.
Doch auch in dieser Phase gibt der Sterbende die Hoffnung nicht auf. Er hofft immer noch auf eine Genesung oder zumindest auf einen Stillstand seiner Krankheit. Wenn diese, meist unrealistischen, Hoffnungen nicht eintreffen, hofft er wenigstens auf ein gutes, möglichst schmerzfreies Sterben und auf ein besseres Leben nach dem Tod. Gerade diese Hoffnung auf ein schmerzfreies Sterben kann Pflegepersonal in Zusammenarbeit mit den behandelnden Ärzten und mit einer guten Sterbebegleitung im Sinne von Palliative Care erfüllen. Weiterhin sollte bei wichtigen Erledigungen, wie Testament erstellen und Versöhnungen mit Angehörigen und Freunden, Unterstützung erfolgen bzw. vermittelt werden. Denn viele Menschen können einfach nicht sterben, bevor sie nicht noch ein letztes Mal ihre Angehörigen gesehen haben. Allerdings sollte nicht "um jeden Preis" versucht werden, vermeintliche Hindernisse aus dem Weg zu räumen, um ein "ideales" Sterben zu ermöglichen. Es gibt Konflikte, die Außenstehende nicht für den Betroffenen lösen können, auch dieses gilt es auszuhalten.
Dem Kranken sollte ermöglicht werden, seine Trauer auszudrücken; sein Umfeld muss jetzt Trauer und Traurigkeit zulassen und aushalten können. Für ihn da zu sein, wenn er das Gespräch sucht, und ihn allein lassen zu können, wenn ihm eher hiernach ist, erfordert gutes Einfühlungsvermögen. Um der stetigen Belastung in dieser auch als Krise empfundenen Zeit zu begegnen, ist es für Pflegende notwendig, sich selbst darüber nicht zu vergessen und sich Unterstützung zu sichern, sei es durch Gespräche mit verständnisvollen Kollegen und Freunden oder auch durch beruflich mit dem Thema befasste Berater.
- Akzeptanz: Es ist gut so
In dieser letzten fünften Phase nimmt der Betroffene sein Schicksal an und willigt darin ein. Es bestehen zwar immer noch schwache Hoffnungen, nicht sterben zu müssen, doch ansonsten ist diese Phase frei von solchen starken Gefühlen, wie sie in den vorangegangenen Phasen auf den Sterbenden eingestürmt sind. Er ist jetzt körperlich und geistig erschöpft, schläft viel und möchte häufig nicht gestört werden. Meist kann und will er sich nur noch mit wenigen Worten und Gesten verständigen. Er beginnt, sich von seiner Umwelt abzunabeln; er isoliert sich, möchte kaum oder keinen Besuch mehr, auch lange Gespräche werden ihm zuviel. Das kann von manch wohlmeinenden Besuchern als Zurückweisung empfunden werden und löst möglicherweise Schuldgefühle aus. Vorher wichtige Beschäftigungen wie Fernsehen, Lesen oder Musik hören, werden für den Sterbenden zunehmend uninteressanter, können von ihm sogar als störend empfunden werden. Das kann mit den Vorstellungen Nichtbetroffener über das "schöne Sterben" kollidieren, die den Sterbevorgang mit Musik, Kerzen. "zlebrieren" möchten, manchmal aus einem schlechten Gewissen heraus oder aus Aktionismus, um sich selbst abzulenken. Der Sterbende scheint sich aber aus der äußeren in eine innere Welt zurückzuziehen und kann mit solchen Wünschen anderer nicht mehr viel anfangen.
Dennoch entwickelt er eine besondere Sensibilität gegenüber seiner Umgebung. Er registriert bereits kleine Veränderungen im Verhalten der Pflegenden, Ärzte oder der Besucher. Der Sterbende nimmt seine Umgebung wahr, auch wenn er abwesend erscheint. Deshalb ist gerade jetzt ist ein hohes Maß an Einfühlungsvermögen gefragt; rücksichtsloses Verhalten, gefühllose oder verletzende Bemerkungen werden als solches vom Sterbenden durchaus aufgenommen, auch wenn er nicht mehr reagiert. Dies müssen sich alle bewusst machen, die mit dem Sterbenden zu tun haben. Darüber hinaus gelten weiterhin dieselben Regeln, die auch sonst im Umgang mit Pflegebedürftigen herrschen, insbesondere die Wahrung der Intimsphäre. Es spricht nichts gegen Körperkontakt wie z.B. in den Arm nehmen oder das Berühren von „öffentlichen Zonen“ wie Schulter oder Hand, auch eine sanfte Fußmassage wird oft als angenehm empfunden und ermöglicht, auch ohne Worte in Kontakt zu bleiben. Das Streicheln über Kopf oder Wange kann aber als zu distanzlos erscheinen und sollte nur wirklich Nahestehenden erlaubt sein, die sicher wissen, dass dies vom Sterbenden nicht als unangenehm wahrgenommen wird.
Wie man das letzte Stadium erreicht:
Wenn man den Sterbenden hilft, das zu tun, was die Therapeuten „Arbeit an der Depression“ nennen, dann können sie am Ende des Tunnels aus ihrer Depression wieder auftauchen und das fünfe Stadium „die Akzeptanz“ erreichen.
Dies ist ein Stadium großer spiritueller Ruhe und Gelassenheit, ein Stadium des Lichts. Menschen die den Tod akzeptiert haben, haben ein Licht in sich. Die meisten Menschen streben nun leider nicht in diesem letzten wunderschönen Stadium der Akzeptanz. Sie sterben leugnend, zornig, verhandelnd oder deprimiert. Der Grund dafür ist, dass die Arbeit an der Depression so schmerzlich und schwierig ist, dass sie, sobald sie damit konfrontiert werden, wieder in eines der anderen Stadien zurückfallen. Ihnen dabei zu helfen doch noch den Tod zu akzeptieren, ist eine der Aufgaben, die sich die Arbeitergemeinschaft von Kübler-Ross stellt.
Handout
STERBEBEGLEITUNG
Was Sterbende möchten:
- Ein Sterbender hat große Angst vor Schmerzen und möchte meist Schmerzlinderung
- Ebenso hat er Angst vor dem ungewissen kommendem. Helfen kann man mit aktiven zuhören und Zuwendung.
- Die vertraute Umgebung (wie vorher erwähnt) wirkt entspannend und auch angsthemmend
- Für gläubige Menschen ist religiöser Beistand ein sehr wichtiger Trost. Bedeutung von sterben ist für sie der Übergang ins ewige Leben.
Neben Sterbebegleitung von Angehörigen oder auch anderen Institutionen gibt es drei verschiedene Arten von Hilfestellung:
1. Passive Sterbehilfe: keine Form von lebenserhaltenden Maßnahmen, die den Tod nur herauszögern würden - ist rechtlich erlaubt und auf den ausdrücklichen Wunsch des Patienten sogar verpflichtend!
2. Indirekte Sterbehilfe: damit ist Schmerzbekämpfung mit Medikamenten gemeint auch wenn diese die Lebensdauer verkürzen könnten. Diese Art der Sterbehilfe ist ebenso rechtlich erlaubt und weiters zeigen Erfahrungen von Ärzten und Pflegepersonal, dass solche Patienten nur selten, den Wunsch nach Selbsttötung oder aktiver Sterbehilfe äußern. Was mich zum nächsten Punkt bringt:
3. Aktive Sterbehilfe: Beabsichtigtes verfrühtes herbeiführen von dem Tod auf Verlangen des Sterbenden. Die Aktive Sterbehilfe ist in Österreich, sowie auch in den meisten anderen EU-Staaten verboten. In den Niederlanden und in Belgien ist sie unter bestimmten Voraussetzungen in seltenen Fällen erlaubt.
5. Stadien, die ein Strebender durchläuft nach Kübler-Ross:
Leugnung: „Nicht ich, das kann unmöglich mir passiere“
Zorn: „Warum ausgerechnet ich?“
Verhandeln: Hadern mit Gott
Depression: Das Spiel ist aus
Akzeptanz: Es ist gut so
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