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Max Ernst

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Referat, Zeichnen/Bildnerische Erziehung: Max Ernst

Max Ernst

· geb. 1891 in Köln, gest. 1976 in Paris
· war einer der bedeutendsten deutschen Künstler des Dadaismus und des Surrealismus.
· studierte Philosophie, Psychologie und Kunstgeschichte, hatte jedoch keine praktische künstlerische Ausbildung.
· wurde von seinem Vater in die Malerei eingeführt
· entschied sich aufgrund einer Begegnung mit dem Expressionisten August Macke, Maler zu werden.

Ernst erlebte die Brutalität des Ersten Weltkriegs an der Front mit und lernte 1916 die Dadaisten George Grosz und Wieland Herzfelde kennen und wurde zum Dadamax und gründete 1919 die Kölner Dada-Gruppe.
Dadaisten verarbeiteten die Empörung über das Völkermorden und die zugrunde liegenden gesellschaftlichen Strukturen in anarchischen Kunstwerken, sie machten die erste Anti-Kunst des 20. Jh. Dadaismus der nur von kurzer Dauer war.
Er wurde 1924 vom Surrealismus abgelöst.
Auch Ernst wurde Surrealist, er ging 1922 von Köln nach Paris, wo er unter anderem die Maltechnik der Frottage erfand (Durchreiben von Holzmaserungen).

Die Surrealisten verfolgten das Ziel, das Unbewusste, Verdrängte und Traumhafte zu entdecken und darzustellen.
Dabei wendeten sie sich an die Erkenntnisse Sigmund Freuds über die Bedeutung des Unbewussten für das menschliche Handeln praktisch an.

Als erster Künstler, der Sigmund Freud gelesen hatte, begab Ernst sich auf die Suche nach der Sichtbarmachung des Unbewussten. Mit unversiegbarer Phantasie verschmolz er dabei Naturformen und Zivilisationsrequisiten zu scheinbar irrationalen Verbindungen. Träume wie Alpträume, schöne Frauen wie furchteinflößende Ungeheuer, anmutige Vögel wie bizarre Fabelwesen, sie alle begegnen uns in seinem Werk.
Der Surrealismus bezeichnet keine stilistische Einheit, da die beteiligten Künstler sehr unterschiedliche Ansichten und politische Positionen hatten.

Immer wieder reagierte Max Ernst in seiner Kunst auf politische Ereignisse, so nach der Niederlage der Republikaner in Madrid, im Spanischen Bürgerkrieg mit dem Hausengel, eine ironische Weise, mit der Zerstörung umzugehen. Allerdings glaubte Max Ernst nicht daran, dass der Künstler die Menschen ändern könne.

In der Zeit des Nationalsozialismus wurden die Werke Ernsts als „Entartete Kunst“ gewertet, er selbst wurde von den Deutschen in Paris interniert. Er konnte jedoch in die USA fliehen, deren Staatsbürgerschaft er annahm. Allerdings kehrte er schon 1953 nach Europa zurück.

Max Ernsts Erfindungen sind:

· Frottage - Ein Blatt Papier wird auf einen strukturierten Untergrund gelegt. Die Struktur wird mit einem Bleistift auf das Papier durchgerieben. -Bsp.: Histoire Naturelle (1925)
· Grattage - Mindestens 2 Farbschichten werden auf eine Leinwand aufgetragen. Die untere/n Schicht/en wird/werden freigekratzt. -Bsp.: Vogelhochzeit (1925), Grätenblumen (1929), Versteinerte Stadt (1935)
· Oszillation oder Dripping - Eine Büchse wird mit einem Loch versehen, an einer Schnur über der, auf dem Boden liegenden, Leinwand aufgehängt und mit Farbe gefüllt. Während man die Dose in Schwingung versetzt, tropft Farbe aus dem Loch in kreisenden Bahnen auf die Leinwand: -Bsp.: Der verwirrte Planet (1942), Junger Mann, beunruhigt durch den Flug einer nicht-euklidischen Fliege (1947)

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Max Ernst benutzte außerdem:

· Collage - Bildmaterial wird gesammelt und/oder ausgeschnitten und auf einem anderen Bildträger neu zusammengefügt. - Bsp.: dadaistische Collage: Der Hut macht den Mann (1920), surrealistische Collage: Das Schlafzimmer des Meisters (1920)
· Dekalkomanie - Dünnflüssige Farbe wird auf der Leinwand mit Hilfe eines Blatts Papier oder einer Glasplatte verschoben. Dies erzeugt Strukturen, die an Korallen oder Moos erinnern. - Bsp.: Europa nach dem Regen (1940–42), Der Gegenpapst (1941/42), Die Versuchung des hl. Antonius (1945)
· Empreinte - Eine Schnur oder Kordel wird in Farbe getaucht und auf der Leinwand abgedrückt. - Bsp.: Eine Liebesnacht (1927)
· Fumage (Räuchern)

Vorgespielte Bilder:

· La Sainte Vierge chatie l´Enfant Jesus
„ Die Jungfrau züchtigt das Jesuskind vor drei Zeugen“ – 1926
· Histoire naturelle Palermo – Frottage
· Loplop- Grattage
· Oedipus Rex - Collage 1921
· La ville entière
„Die ganze Stadt“ – 1935/36
· L´entfant Celebes- Collage
· 4 Bilder von „La femme 100 tete“ - Collage
· Europa nach dem Regen – Dekalkomanie
· jeweils ein Bild zu Empreinte, Fumage und Dripping
( ohne Titel)

 

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