Home Latein Referate Kleine römische Götter

Kleine römische Götter

Benutzerbewertung: / 10
SchwachPerfekt 

LATEIN REFERAT – Kleine römische Götter

Gliederung:

Ein kurzer Einblick in den römischen Vielgötterglauben
Ein paar kleine Gottheiten, die genauer vorgestellt werden
Meine Quellen
Beantwortung von Fragen

Einleitung:

Im Gegensatz zum Christentum glaubten die Römer damals ja nicht nur an einen Gott, sondern an mehrere, die gleichzeitig in verschiedene „Ränge“ untergliedert waren.

Wie waren die Götter nun Untergliedert? Es gab die…

• 12 „großen“ Götter im Olymp

• Götter der Unterwelt

• Übrigen (nicht ganz) so bekannte Götter

• „Kleinen“ Götter

• Geisterwesen

• Personifikationen

• Fremde Götter (andere Kulturen)

Macht also insgesamt ein ziemliches Gedrängel im Olymp.

Diese Götter wurden jetzt je nach Grad der Wichtigkeit mehr oder weniger Verehrt. Logischerweise wurden also die „großen“ Götter mehr verehrt, als die „kleinen“.

Man muss sich aber im Klaren sein, dass man sich die „ersten“ Götter nicht bildlich vorgestellt hat. Die Vorstellung, dass Götter den Menschen ähneln und auch ein Gesicht und eine Form haben, wurde erst im 5. Jahrhundert v. Chr. Von den Griechen übernommen. Die Römer waren auch sehr tolerant, was die Übernahme von fremden Göttern in die eigene römische Mythologie betraf, und so haben sie oft Götter aus dem Griechischen z.B. übernommen, und einfach deren Namen geändert (z.B. Zeus (gr.) in [wer weiß es?] Jupiter (lat.)).

Woher kann man aber heute eigentlich noch sagen, wie die Götter hießen und wie sie verehrt wurde?

Das meiste Wissen, das sich Forscher zunutze machten, stammte von Dichtern wie Ovid oder Vergil, die unter anderem über diese Sachen geschrieben haben.

[Gibt es bist hier her Fragen?]

Kleine Götter:

Dann komme ich jetzt zu den kleinen Göttern!

Flora, war die römische Göttin der Blumen und Blüten. Wie Acca Larentia war sie eine "liebe Buhle". Ursprünglich personifizierte sie den fruchtbaren Erdboden. Flora war außerdem auch die Göttin der Jugend und des fröhlichen Lebensgenusses, und auch die der "guten Hoffnung" der Frauen, deren Symbol die Blüte ist.

An ihrem Fest (Floralia) schmückte man die Wohnungen und sich selbst mit Blumen, die Frauen kleideten sich gegen die sonstige Gewohnheit in bunte Farben, und Gesang, Tanz und Tafelfreuden füllten die Festzeit.

Flora hatte in Rom zwei Tempel, einen auf dem Quirinal, den anderen in der Nähe des Circus Maximus. Die Künstler stellten die Flora als blühende, blumengeschmückte Jungfrau dar.

Acca Laréntia, auch nur Larentia genannt ist eine römische Göttin, die als Amme von Romulus und Remus in der Sage von der Gründung der Stadt Rom auftaucht. Sie ist die Gattin des Bauern Faustulus, der die beiden ausgesetzten Kinder im Tiber findet, aber auch die Dirne von Zeus.

Sie war Mutter von zwölf Söhnen und Pflegemutter des Romulus, welcher mit seinen Adoptivbrüdern das Kollegium der "Flurbrüder" (Fratres Arvales) gründete, deren Abzeichen ein Ährenkranz und die weiße Binde war. Acca Laréntia scheint ursprünglich mit der Göttin Dea Dia, (zu dieser komme ich gleich!) wenn nicht identisch, so doch nahe verwandt gewesen zu sein.

Wegen ihrer Bedeutung für die Stadtgeschichte wurde Acca Larentia von den Römern als Göttin verehrt. Ihr Feiertag war der 23. Dezember; der Name der Feier lautete "Larentalia".

Möglicherweise hat die doppelte Rolle als Amme der Stadtgründer und als Dirne darin ihren Ursprung, denn lupus, das als Wortstamm in Lupercalia steckt, bedeutet nicht nur "Wolf", sondern auch "Dirne". Die Legende besagt von Romulus und Remus, dass sie überlebten, weil sie von einer Wölfin gesäugt wurden.

Dea Dia galt im römischen Reich als Göttin des Wachstums und wurde von den Fratres Arvales (Arvalbrüder) verehrt.

Das dreitägige Fest der Dea Dia war ein zeitlich bewegliches Fest. Es fand meistens im Mai, selten auch Anfang Juni statt.

Der erste Tag des dreitägigen Festes galt der Vorbereitung, erst am zweiten Tag wurden die eigentlichen Kulthandlungen durchgeführt. Der Vorstand der Arvalbrüder opferte, ohne die anderen Mitglieder, zwei Ferkel und eine weiße Kuh. Im Anschluss kam das mit allen Mitgliedern durchgeführte Hauptopfer (ein fettes Schaf). Darauf folgten noch Zeremonien mit Weihrauch- und Weinopfern, und das Hinabwerfen von Töpfen aus dem Tempeleingang. Danach folgte ein Tanz zu einem uralten Lied. Im Anschluss folgte eine festliche Mahlzeit, Wagen- und Pferderennen.

Interessant an Dea Dia war, dass sie in der antiken römischen Literatur nie genannt wurde, nur bei Varro wurden öffentliche Opfer der Arvalbrüder erwähnt.

Was sind jetzt eig. Arvalbrüder?

Arvalbrüder (lat. fratres arvales) waren ein römisches Zwölferkollegium von Priestern. Ihre Bedeutung ist ursprünglich „Gebrüder des Ackers“ (arvum – Feld, Acker). Sie waren ausschließlich die Priester der römischen Göttin Dea Dia. Aber angeblich ist der Kult schon sehr alt und war schon in den Zeiten der römischen Republik kaum mehr verständlich.

Carna war die Göttin des Herzen und der übrigen Organe sowie Schutzherrin der Gesundheit.

Ihr Fest, genannt Carnaria, wurde am 1. Juni gefeiert. Ihr Fest wurde aufgrund der Opferung und Verspeisung von Speisen wie Bohnen mit Speck auch Kalendae fabariae (also Bohnenerster) genannt.

Carna ist außerdem der Name einer römischen Nymphe, die später zur Göttin Cardea wurde. Beide werden häufig auch als eine Person gesehen, so zum Beispiel schon von Ovid.

Cardea war in der römischen Religion die Göttin der Gesundheit, der Schwellen, der Türscharniere und der Türgriffe.

Ihr Name kommt von cardo und bedeutet Türangel. Cardea hieß ursprünglich Carna und war eine Nymphe, die die Jagd liebte, bis Janus ihr die Macht über die Türscharniere und Türgriffe gab. Sie schützte Kinder gegen Vampire und Hexen und war auch die Schutzherrin der Handwerker. Das Fest der Cardea wurde am 1. Juni gefeiert, der als Wendepunkt (Drehpunkt, Türangel) im Jahr angesehen wurde.

Die schöne Nymphe Cardea neckte ihre Verehrer, indem sie jedem ein Rendezvous in einer Höhle im Wald, in der Nähe ihrer Quelle, versprach, dann aber fortlief und sich versteckte. Janus jedoch konnte mit seinem Doppelgesicht nach hinten und auch vorwärts sehen. Mit Hilfe dieser Gabe konnte er sie greifen, Cardea musste ihr Versprechen einlösen. Die Verbindung zwischen Janus und Cardea wurde durch den Türzapfen und die Türangel, die ineinander greifen, symbolisiert.

In den Metamorphosen sagt Ovid von Cardea: „Ihre Macht ist es, zu öffnen, was geschlossen ist; zu schließen, was geöffnet ist.“

Fons ist der Sohn von Iuturna und Ianus. Er ist der Gott der Quellen, Brunnen und fließenden Gewässer. Wie Ianus wird er mit zwei Köpfen abgebildet.

Sein Fest, genannt Fontanalia, wurde am 13. Oktober gefeiert. An seinem Fest wurden Brunnen und Quellen mit Blumen geschmückt. Sein Altar liegt auf dem Hügel Ianiculum, westlich des Tibers.

Fons ist auch als Fontus oder Fontanus bekannt.

Portunus war der Gott der Häfen (lateinisch portus = Hafen).

Er gehörte zu den ältesten Göttern Roms und ist bereits für das 6. Jahrhundert v. Chr. belegt. Sein Zeichen ist der Schlüssel. Sein Fest, die Portunalien, wurde am 17. August gefeiert. Portunus wurde auch mit dem griechischen Gott Palaimon gleichgesetzt.

Ein Tempel aus dem 2. Jahrhundert v. Chr. ist in Rom auf dem Forum Boarium fast vollständig erhalten.

Silvanus war der römische Gott der Hirten und Wälder (lat. Silva = Wald). Er war auch unter dem Namen Silvanus Litoralis bekannt, und wurde als Gott der Meeresküsten verehrt.

Er wird meist mit halb ziegenförmigem Körper, und mit lilienbekränztem Kopf dargestellt. Statt menschlicher Beine hat er Pferde- oder Ziegenbockbeine.

Obwohl Silvanus keinen Staatskult hatte, war er insbesondere auf dem Land sehr beliebt.

Silvanus wird häufig mit Faunus oder Pan gleichgesetzt.

Sol ist der antike römische Sonnengott, bekannt vor allem in seiner späten Erscheinungsform (seit dem 2. Jahrhundert n. Chr.) als Sol Invictus (lateinisch = der unbesiegte Sonnengott). Sol ist zwar dem griechischen Helios ähnlich, aber er ist nicht aus der griechischen Religion übernommen, sondern einheimischen Ursprungs.

Helios zieht den Sonnenwagen über den griechischen Himmel!

Sein Feiertag war am 25. Dezember. Sol wurde aber erst am Ende der römischen Republik bekannt.

Veiovis war ebenfalls einer der vielen "kleinen" Götter der römischen Religion. Über Veiovis ist nur wenig genaues bekannt. Sein Name bedeutet so viel wie Anti-Jupiter (vgl. heute: Antichrist), womit ein Jupiter der Unterwelt gemeint sein könnte. Er hatte einen Tempel zwischen den beiden Gipfeln des Kapitolbergs in Rom. Seine Statue hatte ein bartloses Gesicht und ein Bündel Pfeile in der Hand. Es wird angenommen, dass er der Gott der Sühne und der entlaufenden Verbrecher oder der Heilung war.

Seine Feste wurden am 1. Januar, am 7. März und am 21. Mai gefeiert, während der Feste wurden ihm Ziegen als Opfer dargebracht.

Quellen:

• wikipedia.org

• know-library.net

• imperiumromanum.com

• antikemuenzen.info

• weltdergoetter.de

 

Suchen

Share: