Home Latein Referate Der Raub der Proserpina/Kore: Grundzüge des Mythos

Der Raub der Proserpina/Kore: Grundzüge des Mythos

Benutzerbewertung: / 9
SchwachPerfekt 

„Der Raub der Proserpina“ ist die Erzählung über den Raub der Kore, der Tochter der Ceres. Entführt wurde sie von Pluto, dem Herrscher der Unterwelt.


Grundzüge des Mythos:


Es gibt verschiedene Darstellungsweisen, wie Kore entführt wurde und ich nun vorstellen werde:


-Homerische Darstellung:
Pluto, der Gott der Unterwelt war in Kore verliebt. Er bat daher auch Zeus, den Vater von Kore, als Frau. Wissend, dass Kore sowieso nicht freiwillig in die sonnenlose Unterwelt gehen möchte, hat Zeus weder zugestimmt noch abgelehnt. Trotzdem hat Pluto das als Zuspruch gewertet und Kore daraufhin entführt. Die Hilfeschreie Kores wurden von Zeus ignoriert. Ab diesem Zeitpunkt wurde sie Proserpina, Göttin der Unterwelt genannt. Ihre Mutter war derweil komplett verzweifelt und hat auch alle Blumen am Wachstum gehindert, was wiederum Zeus zum Einschreiten zwang, da ansonsten die Welt an Hunger zugrunde gehen würde. Letztendlich wurde glücklicherweise ein Kompromiss gefunden: Proserpina ist nur einen Teil im Jahr in der Unterwelt, weswegen auch der Winter entsteht. Winter ist, wenn sie ihre Zeit in der Unterwelt bei Pluto verbringt und Sommer, wenn sie bei ihrer Mutter lebt.


-Darstellung von Ovid: Bei dieser Variante findet die Entführung am See Pergusa, welcher sich in Sizilien befindet, statt. Auf Befehl von Minerva und Diana hatte Amor Pluto mit einem Pfeil getroffen. Sofort von dem Pfeil getroffen, verliebt sich Pluto in Proserpina. Er packt sie und rennt mit ihr davon. Cyane stellte sich Pluto in den Weg, dieser aber fuhr mit seinem Wagen und Proserpina in die Unterwelt. Die Ceres machte sich nun auf die Suche nach ihrer Tochter: sie durchsuchte den gesamten Erdkreis, bis sie vergeblich nach Sizilien zurückkam. Da sie den Gürtel ihrer Tochter fand, was damals ein Zeichen des Keuschheitsverlustes war, war sie nun vollkommen verzweifelt. Sie verfluchte alles und verdarb schlussendlich die gesamte Welt. Aufgrund des hemmungslosen Vernichtungswillens steigt die Nymphe Arethusa aus ihrer Quelle auf, welche wusste wo sich Proserpina befindet, da sie weit reichende unterirdische Verbindungen hatte. Arethusa bat Ceres die unschuldige Erde zu schonen, und offenbarte ihr, dass ihre Tochter die Königin der Unterwelt sei. Ceres ging daraufhin empört zu Jupiter und forderte die Rückkehr dieser. Unter einer Bedingung willigte er ein: Sie soll in der Unterwelt noch keine Speise zu sich genommen haben. Ceres machte sich wiederum auf dem Weg ihre Tochter zu holen, jedoch hat diese bereits in der Zwischenzeit sieben Kerne eines Granatapfelbaumes gegessen. Gefährtinnen der Proserpina, welche ebenfalls auf der ganzen Welt nach Proserpina suchten, wurden von den Göttern zu den gefiederten Sirenen verwandelt, da sie ihre Rufe nach Proserpina auch auf dem Meer verbreiten wollten. Letztendlich finden sich alle wieder mit einem Kompromiss ab: 6 Monate muss Proserpina in der Unterwelt sein, dann darf sie 6 Monate an der Oberwelt bei ihrer Mutter verweilen.

 

Suchen

Share: