Alexanders Tod (Zeile 10-38)

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Q. Curtius Rufus, Alexanders Tod (Imagines Gestalten aus Mythos und Geschichte)

 

Den Zusehern boten die ausbrechenden Tränen den Anblick eines Heeres, das nicht mehr seinen König, sondern dessen Begräbnis besuchte. Dennoch war die Trauer der das Bett Umringenden, sehr deutlich sichtbar. Als der König diese erblickte, sagte er, „Werdet ihr, wenn ich gestorben bin, einen solcher Soldaten würdigen König finden? Es war unglaublich zu sagen und zu hören, dass er in derselben Körperhaltung, die er angenommen hatte, als er die Soldaten empfangen wollte, ausharrte, bis er vom ganzen Heer der Reihe nach ein letztes Mal gegrüßt worden war. Nachdem er die Menge weggeschickt hatte, ließ er sich, als wäre er von jeder Verpflichtung seines Lebens befreit, erschöpft niedersinken.

Nachdem er den Freunden befohlen hatte, näher heranzugehen – denn schon hatte auch die Stimme begonnen zu versagen – übergab er den vom Finger herabgezogenen Siegelring Perdicca unter Hinzufügung des Auftrags, dass sie befahlen, dass sein Körper zu Hammon getragen wird. Diesen Fragenden, wem er das Königreich zurücklasse, antwortete er, dass er diesem das Königreich zurücklassen werde, der der Beste sei; dass er im Übrigen schon voraussehe, dass ihm wegen dieses Streites große Leichenspiele bereitet werden. Als Perdicca wieder fragte, wann er wollte, dass ihm göttliche Ehren erwiesen werden, sagte er, dass er es dann wolle, wenn sie selbst glücklich wären.

Das war das letzte Wort des Königs und wenig später ist er gestorben.

 

 

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