Absolutismus
Begriffserklährung:
Absolutismus ist ein politisches System in dem der Herrscher keinen Gesetzen und Verpflichtungen untersteht. Dem Herrscher unterstehen alle drei Staatsgewalten. Die Legislative (gesetzgebende Gewalt), Exekutive (ausführende Gewalt), Jurisdiktion (richterliche Gewalt).
Literarisch Werke zum Absolutismus:
Der französische Staatstheoretiker Jean Bodin (1530-1596) beschrieb in seinem Werk „Über den Staat“ das Modell eines Staats mit einem uneingeschränkten Herrscher. Damit Zustände wie etwa während der Hugenottenkriege nicht stattfinden würden.
Ein anderes wichtiges Werk ist „Leviathan“ vom Engländer Thomas Hobbes (1588-1679). In dem stellt er die Theorie von einem Gesellschaftsvertrag auf.
Gesellschaftsvertrag: alle Menschen übertragen ihr Selbstverteidigungsrecht auf den Herrscher der sie dafür beschützt
Weg zum Absolutismus:
Ob sich der Absolutismus als politisches System in einem Land durchsetzte hing davon ab sich der Herrscher sich gegenüber den Adeligen behaupten konnten. In Frankreich gelang das den Königen. Aber in England und im Heiligen Römischen Reich konnten sich die Herrscher nicht durchsetzen. Deshalb ist Frankreich das Land wo der Absolutismus am ausgeprägtersten vorkommt.
Machtsäulen des Absolutismus:
Die Armee
Ein ausgebildetes stehendes Heer um die Macht des Königs zu sichern.
Die Kirche
Durch die Gnade Gottes rechtfertigt der Herrscher seine Macht.
Merkantilismus:
Ein von Jean-Baptiste Colbert (1619-1683) entworfenes Wirtschaftssystem.
Wichtigste Punkte des Merkantilismus:
- Zölle innerhalb des Landes werden abgeschafft
- hohe Zölle und Einfuhrbeschränkung für Produkte aus dem Ausland
- dadurch mehr Exporte als Importe
- billige Rohstoffe aus den Kolonien
- mit den Rohstoffen werden teure Fertigprodukte in Manufakturen erzeugt
- diese Fertigprodukte werden exportiert
- Ausbau des Straßen- und Kanalnetzes
Da die anderen Staaten Europas das System des Merkantilismus auch bald einführten verlor dieser seine Vorteile.
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