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Burgen - die Burg Kreuzenstein

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Der Begriff „Burg“ bezeichnet ein bewohnbares, wehrhaftes Gebäude, in dem Ritter, Grafen und Fürsten mit ihren Dienern lebten.

Der Aufbau einer Burg:

Eine Burg stand meist auf einem Hügel und bestand grob aus folgenden Teilen: aus der Kern- oder Hauptburg und aus der Vorburg. Der Burggraben führte um die gesamte Burg herum, über diesen Graben führte eine Brücke durch die Toranlage in die Vorburg. Die Vorburg war außen von einer Ringmauer, dem sogenannten Bering, umgeben. Der Wehrturm und die Stallungen waren ein Teil dieser Mauer. Durch das Burgtor, das durch die Schildmauer führte, gelangte man dann in die Hauptburg, diese war wieder von einem Bering umgeben. In der Hauptburg befanden sich der Palas und die Kemenaten, der Bergfried, die Burgkapelle, das Verlies, der Brunnen und der Wehrgang.

Der Bergfried
Der Bergfried überragte alle anderen Gebäude der Burg, dadurch konnten Wächter das umliegende Land gut beobachten. Der Bergfried bot den Burgbewohnern Schutz, wenn sie angegriffen wurden. Der Eingang lag einige Meter über dem Boden und war nur mit einer Leiter zu erreichen, die bei Gefahr schnell eingezogen werden konnte.

Der Palas
Der Palas war ein Saalbau, in dem sich das alltägliche Leben abspielte.

Die Kemenate
Die Kemenate war das Schlafgemach in dem sich hauptsächlich die Frauen aufhielten

Das Verlies
Das Verlies war ein burgeigener Kerker, der meist in den fensterlosen Kellerräumen oder im untersten Teil der Burg lag. Oft war das Verlies nur durch eine einzige Öffnung in der Decke erreichbar. Diese Öffnung wurde auch als „Angstloch“ bezeichnet.

Der Wehrgang
Mit Wehrgang wurde der obere Abschluss der Wehrmauer in Form eines Ganges für Verteidiger bezeichnet.

Die Schildmauer
Die Schildmauer bezeichnete die höchste und stärkste Burgmauer. Sie diente der Sicherung der Hauptangriffsseite.

Burg Kreuzenstein:

Die Burg Kreuzenstein war eine mittelalterliche Burganlage bei Leobendorf in Niederösterreich, wenige Kilometer nördlich von Wien. An ihrer Stelle steht heute eine Schauburg mit dem gleichen Namen, die in den Jahren 1874 – 1906 im Auftrag von Johann Nepomuk Graf Wilczek errichtet wurde.

Die Geschichte der Burg
Die Ursprünge der Burg Kreuzenstein gehen auf das 12. Jahrhundert zurück. Sie wurde von den Formbachern erbaut und kam durch Heirat in den Besitz der Grafen von Wasserburg. Über Ottokar II . von Böhmen gelangte die Burg 1278 in den Besitz der Habsburger.
Bis zum Dreißigjährigen Krieg wurde die Burg nie erobert. Dann allerdings fiel sie in die Hände des schwedischen Feldmarschalls Lennart Torstensson und wurde bei seinem Abzug 1645 gesprengt.

Der Wiederaufbau
Im 18. Jahrhundert kam die Burg als Ruine in den Besitz der Grafen Wilczek, die ein großes Vermögen in Schlesien angehäuft hatten. Johann Nepomuk Graf Wilczek ließ die Reste der Ruine abtragen und begann 1874 eine Schauburg aufzubauen. Die Burg wurde mit einer großen Sammlung mittelalterlicher Einrichtungsgegenstände ausgestattet. Insgesamt dauerten die Arbeiten 30 Jahre.

Heute ist die Burg Kreuzenstein ein beliebtes Ausflugsziel und Museum und wird oft als Filmkulisse verwendet.

Autorin: Tanja W.

 

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