Home Geschichte Referate Einsatzstab Reichsleiter Rosenberg

Einsatzstab Reichsleiter Rosenberg

Benutzerbewertung: / 2
SchwachPerfekt 

Die Nationalsozialisten stahlen bei den Eroberungen in Süd- und Westeuropa mehrere Kunstgegenstände von jüdischen Familien, aber auch von Museen und nicht jüdischen Sammlern.
Manche wurden in Sammellager in den Herkunftsländern gebracht, andere wiederum brachte man nach Deutschland.
Damit die Objekte vor Kriegsschäden bewahrt oder sachgerecht repariert werden konnten, richteten die Nationalsozialisten Kunstschutzabteilungen ein, welche von Fachleuten besetzt wurden.
1940 wurde im Norden Frankreichs die „Gruppe Kunstschutz“ gegründet, welche versuchte den Abtransport von Kunstwerken aufzuschieben oder zu verhindern.
Jedoch konnten Abtransporte nach Deutschland nicht mehr verhindert werden, als Reichsleiter Rosenberg, der den ERR(Einsatzstab Reichsleiter Rosenberg) leitete, am 17. September 1940 die Bemächtigung erhielt, die ihm wertvoll erscheinenden Kulturgüter nach Deutschland abzutransportieren.


Doch wurden Rosenbergs Entscheidungen nicht von allen respektiert und durch geführt. So weigerte sich der Militärbefehlshaber in Paris einmal den Abtransport von Kunstgegenständen zu zulassen.

Mit Führerbefehl vom 5. Juli 1940 ermächtigte Adolf Hitler den ERR:


•    alle wertvoll erscheinenden Kulturgüter des so genannten „herrenlosen jüdischen Besitzes“ zu erfassen und zu beschlagnahmen,
•    die Staatsbibliotheken und Archive nach Schriften zu durchsuchen, die für das nationalsozialistische Deutschland wertvoll seien,
•    die Kanzleien der Kirchenbehörden und Logen nach gegen Deutschland gerichteten Vorgängen zu durchforschen und das Material sicherzustellen.
Am 17. September 1940 bevollmächtigte Generalfeldmarschall Wilhelm Keitel im Auftrage Hitlers den ERR, „jeglichen herrenlosen Kulturbesitz" sicherzustellen.
Im November 1940 kam Göring Rosenberg unter der Bedingung zu Hilfe , dass er die erste Auswahl der geraubten Bilder des Einsatzstabes treffen durfte.
Göring stellte bewaffnete Soldaten, Eisenbahnzüge und Devisenschutzkommandos zu Verfügung. Damit half er dem ERR beim Beutemachen und Abtransport derselben.
Ab diesem Zeitpunkt war Rosenberg nur noch eine Schachfigur, die der weitaus mächtigere Göring gut zu gebrauchen wusste.
Der ERR raubte Bücher und Kulturgüter aus Bibliotheken und Archiven von jüdischen, freimaurerischen und demokratischen Organisationen.
Die Sammlungen - etwa 200 davon kamen aus jüdischen Familien - waren für das Projekt einer „Hohen Schule“, das Alfred Rosenberg unterstand, und das von Hitler geplante Führermuseum in Linz vorgesehen.


Anm.:
Die Hohe Schule der NSDAP war das Projekt einer nationalsozialistisch ausgerichteten Eliteuniversität.


Quellen:
http://bibliothek.univie.ac.at/tanzenberg/der_einsatzstab_reichsleiter_rosenberg_err.html
http://de.wikipedia.org/wiki/Einsatzstab_Reichsleiter_Rosenberg
http://de.wikipedia.org/wiki/Hohe_Schule_der_NSDAP

 

Suchen

Share: