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Der Sozialismus und die SED

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Der Sozialismus und die SED

Der Sozialismus ist eine Politische Ideologie (Lehre) die im 19. Jahrhundert infolge der menschenunwürdigen Lebensumstände entstand (Ausbeutung der Arbeiter) im Sozialismus möchte man eine auf Gleichheit, Solidarität und Gerechtigkeit beruhende Gesellschaft verwirklichen. Wichtige Punkte hierbei sind: Im Sozialismus existiert kein Privateigentum an wichtigen Produktionsmitteln wie zum Beispiel Gebäude, Verkehrs- und Nutzflächen, technischen Anlagen, Maschinen, Werkzeugen und sonstige zur Produktion genutzte Materialien. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Planwirtschaft, dies bedeutet „vom Staat gelenkte Produktion“. Der Sozialismus wird auch als eine Vorstufe zum Kommunismus bezeichnet.

Die Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED) war die Staatspartei in der Deutschen Demokratischen Republik welche sich, durch Kommunistischen Druck aus der SPD (welche teilweise gegen einen Zusammenschluss war) und der KPD zusammensetzte. Einige Sozialdemokraten die mit diesem Zusammenschluss nicht einverstanden waren und als Opposition fungierten wurden unterdrückt und verfolgt. Ab 1968 wurden die Führungsrolle sowie der Machtanspruch der SED in der Verfassung festgeschrieben. Generalsekretäre der SED waren nacheinander: Walter Ulbricht , Erich Honecker und Egon Krenz.


KINDERBETREUUNG -BILDUNGSSYSTEM




Die Betreuung der Kinder hatte in der Deutschen Demokratischen Republik im Vergleich zur Bundesrepublik Deutschland schon recht früh begonnen. Es bestand die Möglichkeit Kinder schon im Säuglingsalter in einer so genannten Kindergrippe unter zu bringen, da für jedes Kind von Geburt an ein Platz in einer solchen vorgesehen war. Dies sollte vor allen Dingen dazu führen das auch die Mütter zu dem Familieneinkommen beitragen konnten (1989 waren in der DDR knapp 92% der Frauen berufstätig). In der Kindergrippe wurden die Kinder an einen festen regelmäßigen Tagesablauf gewöhnt, an dem Sport, sowie malen, musizieren und spielen im Vordergrund standen. Man wollte den Kleinkindern auch zwischenmenschliche Verhaltensmuster vermitteln wie etwa Höflichkeit, das einhalten von Regeln und den gewaltlosen Umgang miteinander. Nach der Kindergrippe folgte ab dem vierten Lebensjahr der Besuch des Kindergartens. Dort begannen die Kinder mit ersten Rechenoperationen (Zahlenraum 1-10),  sowie ersten Schreibversuchen. Außerdem standen noch malen, singen und basteln an der Tagesordnung.
Danach folgte im Alter von sechs Jahren im Allgemeinen das besuchen der Schule. Es herrschte in der gesamten  DDR Bildungssystem, Lehrmittel sowie Stundenplan Gleichheit. Die ersten zehn Jahre besuchte man zusammen mit allen anderen Schülern, unabhängig von deren Intellektuellen potential gemeinsam die Polytechnische Oberschule (POS). Neben der ersten Fremdsprache Russisch gab es verschiedene andere Schulfächer wie: Kunst und Musikerziehung, Mathematik, Deutsche Sprache / Literatur,  Gesellschaftswissenschaftlicher Unterricht, Naturwissenschaftlicher Unterricht  sowie Köpererziehung. Ab der siebten Klasse wurden zwei weitere Fächer dem Schulunterricht beigefügt. Das Fach UTP war ein Unterrichtsfach in dem man selbst einen Tag  in der Produktion verbrachte, sowie ESP welches zur Einführung in die sozialistische Produktion vorgesehen war, dieses Schulfach war im Gegenteil zu UTP theoretisch.  Zur Benotung stand ein Zensurbereich zwischen 1 (für „sehr gut“) und 5 (für „ungenügend“) parat.
In der Schule gab es einen so genannten „Hort“ in welchem die Schüler nach Unterrichtsende bis zum Feierabend ihrer Eltern bleiben konnten. Von der Polytechnischen Oberschule wechselten 7% bis höchstens 10 % der Schüler an die erweiterte Oberschule (EOS), an welcher sie in der zwölften Klasse ihr Abitur machten. Männliche Schüler mussten außerdem für drei Jahre die Nationale Volksarmee (NVA) besuchen (Offizierslaufbahn). Für diejenigen die nicht zur NVA gingen, beziehungsweise sich danach nicht als Reserveoffizier verpflichteten, war es so gut wie unmöglich einen Studienplatz zu bekommen  Um an der erweiterten Oberschule  angenommen zu werden, musste neben der persönlichen Leistung, dem Berufswunsch, auch die Sympathie zur politischen Führung gegeben sein. Auch spielte die soziale Herkunft eine maßgebende Rolle, stammen die Eltern aus der Arbeiterklasse war dies von Vorteil.
Für die Schüler die sich nach ihrer schulischen Laufbahn für eine Ausbildung, welche damals nur knapp zwei Jahre dauerte, entschieden hatten, hieß dies noch lange nicht, dass sie eine solche auch in dem von ihnen gewählten Beruf absolvieren durften. Dies war nämlich abhängig von dem Bedarf der jeweiligen Arbeitskräfte. Ein Beispiel: Wenn sich herauskristallisierte das in fünf Jahren ein Mangel an Kraftfahrzeugmechanikern bestand, legte man den Schulabsolventen in einem persönlichen Beratungsgespräch nahe, eine solche Ausbildung näher in Betracht zu ziehen und von seinem persönlichem Interesse abzuweichen.

FAMILIE IN DER DDR


In der Deutschen Demokratischen Republik heiratete man deutlich früher als in der Bundesrepublik Deutschland. Dies war vor allen Dingen darauf rückzuführen das Ehepaare bei der Wohnungssuche deutlich bevorzugt wurden als Einzelpersonen. Allerdings war auch die Scheidungsrate sehr hoch, unter anderem ist dies auf die finanzielle Unabhängigkeit der Frauen zurückzuführen. Alleinerziehende Personen wurden in der DDR nicht sehr gerne gesehen da sie nicht in das, für die DDR typische Familienbild passten. Jedoch bekamen sie genau wie eine komplette Familie alle notwendigen staatlichen Hilfen wie zum Beispiel Kindergrippenplätze oder Finanzausgleich bei Krankheit des Kindes. In den 1960er Jahren führte die DDR-Führung das Kindergeld ein um kinderreiche Familien finanziell zu unterstützen. In den 1970er Jahren folgte auf Grund von geringeren Eheschließungen und Geburten sowie dem Anstieg der Scheidungsrate, die Einführung des so genannten „Ehekredits“ in Höhe von 5000 Ostmark. Dies sollte dazu führen das junge Menschen unter 26 Jahren heirateten. Die Schulden konnte durch das zeugen von Kindern reduziert werden. Die zurückzuzahlende Summe verringerte sich mit jedem weiteren Kind und wurde mit der Geburt des dritten Kindes komplett erlassen. Dies sollte bewirken, dass die Familien dem 1965 festgelegten DDR-Ideal einer fünfköpfigen Familie entsprachen.


KONSUM IN DER DDR


Im Vergleich zu der Bundesrepublik Deutschland war das Warenangebot in der Deutschen Demokratischen Republik eher bescheiden. Wollte man beispielsweise eine private Feier veranstalten, war Organisationstalent gefragt. In der DDR gab es nicht die gewünschte Auswahl an Produkten wie man es heutzutage in Einkaufshäusern kennt, beziehungsweise wurden diese zugeteilt oder standen nur zu bestimmten Zeitpunkten zur Verfügung. Man musste teilweise Monate vorausplanen um zum gewünschten Tag X alle Lebensmittel wie zum Beispiel Getränke und Knabberzeug zusammen zu haben. Je nachdem aus welcher Stadt man kam war das Angebot an Waren mal besser mal schlechter. In der Stadt Wolfen beispielsweise, einem Industriezentrum der DDR war das Angebot überdurchschnittlich gut. Man war immer darauf bedacht in großen Industriezentren mit vielen Arbeitern auch ein dementsprechendes Warenangebot zur Verfügung zu stellen, da man Unruhen vermeiden wollte. Produkte wie zum Beispiel Bananen, Kindernahrung, Schokolade, Kaffee oder Apfelsinen waren Mangelware in der DDR. Viele DDR Bürger fühlten sich wie im Schlaraffenland als sie 1989 in den Westen reisten und dort in die Lebensmittelläden zum einkaufen gingen, da dort ein immenses Warenangebot vorhanden war.
Ein weiteres Problem war der Autokauf in der DDR. Viele Eltern mussten direkt nach der Geburt ihres Kindes für das selbige ein Auto beantragen, damit dieses im Erwachsenenalter ein Auto zur Verfügung hatte. Es kam vor das fünf Jahre vergingen, bis die ersten Personen (das erste Bestelljahr) ihre Kraftfahrzeuge erhielten. Die Kfz-Anträge wurden auch teilweise gegen ein Kfz getauscht, dies geschah mit Personen die noch zu jung zum Auto fahren waren, beziehungsweise dieses noch nicht benötigten, ein solches aber schon geliefert bekamen. Allerdings war dieses Tauschgeschäft nur mit einem Aufpreis von bis zu 150 % des Neupreises zu erhalten. Es gab auch unter verschiedenen Auflagen die Möglichkeit einen Kfz-Antrag zu vererben. Für einen schnellen Erhalt des Autos war auch die politische Haltung wichtig. War man beispielsweise Mitglied der SED so bekam man meist sein Auto schon nach drei Jahren geliefert. Bekannte Autos aus der DDR waren Autos der Marken Trabant, Wartburg, LADA, Dacia oder Polski-Fiat.



REISEFREIHEIT - FLUCHT AUS DER DDR

 


Die Reisefreiheit war in der DDR stark eingeschränkt. Für Bürger der DDR unter 65 Jahren war das Besuchen von nichtsozialistischen Ländern nur möglich wenn man dies vorher beantragte. Allerdings dauerte eine eventuell erteilte Ausreiseerlaubnis bis zu mehrere Jahre und wurde oft willkürlich erteilt. Personen bei denen man mit der Rückkehr in die DDR rechnen konnte, zum Beispiel durch zurückgelassene Kinder oder Ehepartner hatten bessere Chancen auf eine Ausreiseerlaubnis. Ab 1964 durften alle Rentner einmal im Jahr Besuchsreisen zu Westverwandten machen. Weitere Möglichkeiten auf eine Ausreise bestanden wenn man dies im Auftrag der Partei beziehungsweise des Staatsapparats machen musste, dies galt auch für Sportler die an Internationalen Wettkämpfen teilnahmen, für Wissenschaftler die an Fachkongressen teilnahmen, für Ingenieure und Facharbeiter die im Ausland arbeiteten sowie für Seeleute, Fernfahrer und Flugzeugbesatzungen welche das Ausland durchfuhren beziehungsweise überflogen. Allerdings war auch der Besuch in sozialistische Länder nicht unproblematisch. Spontane Auslandsreisen waren nur in die Tschechoslowakei möglich. Ein beliebtes Urlaubsziel für DDR Bürger war auch die Ostsee. Das Wort Reisefreiheit wurde 1989 zum Wort des Jahres gewählt.
Vielen Menschen gefiel die Gesamtsituation in der DDR nicht, neben den erschwerten Ausreisebedingungen, den geringen Weiterentwicklungsmöglichkeiten sowie die ständige Überwachung durch den Staat führten dazu das viele DDR Bürger zur Flucht antraten. Es gab verschiedene teilweise sehr ausgefallene Fluchtversuche die allerdings nicht immer positive verliefen, es war ein großes Risiko für die Menschen, da eine Flucht aus der Deutschen Demokratischen Republik mit Haftstrafen von bis zu 5 Jahren bestraft wurden. In den Haftanstalten wurden die Häftlinge regelmäßigem psychischen Druck ausgesetzt, unter anderem wurden sie durch Schlafentzug und stundenlange Verhöre gequält. Dabei wurde ihnen vorgeworfen dass sie durch ihren Fluchtversuch, der eine Grenzverletzung darstellte, den Weltfrieden gefährdet hätten und somit die Welt an den Rand eines Atomkrieges gebracht hatten. Außerdem drohte man ihnen, man würde ihre Familien verhaften (dabei wurden Äußerungen gemacht wie zum Beispiel: „Wie wir gehört haben geht es ihrer Mutter gesundheitlich nicht sehr gut, ob sie die Strapazen hier übersteht?“) Die Bundesrepublik Deutschland kaufte einige dieser Gefangenen wieder frei. In den Knapp 41 Jahren in denen die DDR bestand, wurden bei Fluchtversuchen mehrere hundert Menschen getötet. Dies geschah unter anderem durch ertrinken in der Ostsee, Selbstschussanlagen, Mienen (welche sich im so genannten Todesstreifen befanden) oder  auch durch Soldaten die den Befehl hatten eine flüchtende Person sofort zu stoppen, im Notfall mit Waffengewalt.  Natürlich gelangen auch viele Fluchten aus dem sozialistischen Staat. Beispielsweise durch unter der Mauer  gegrabene Tunnel, mit dem Heißluftballon und dem Ultraleichtflugzeug, dem durchschwimmen von Flüssen und der Ostsee, dem durchbrechen von Grenzübergängen mit dem Lkw, dem Grenzüberqueren im Kofferraum eines Autos. Der Fantasie der Menschen  war nach dem Motto „Not macht erfinderisch“ keine Grenzen gesetzt. Ein Mann aus Ostberlin ließ sich eine Uniform der Bundesrepublik Deutschland von seiner dort lebenden Freundin schicken und marschierte einfach an den Grenzsoldaten vorbei ohne das diese ihn kontrollierten.



DAS MINISTERIUM FÜR STAATSSICHERHEIT



Das Ministerium für Staatssicherheit (MfS) der DDR wurde am 08. Februar 1950 gegründet und war auch bekannt unter dem Namen „Stasi“. Es war der Inlands- und Auslandsgeheimdienst der Deutschen Demokratischen Republik, außerdem hatte das Ministerium für Staatssicherheit zugleich die Funktion einer Ermittlungsbehörde, die sich auf „politische Straftaten“ spezialisierte. Innenpolitisch fungierte das Ministerium für Staatssicherheit vor allem als Unterdrückungs- und Überwachungsinstrument der SED der Staatspartei in der DDR. Diese Unterdrückungen sowie Überwachungen gegen Oppositionelle und Regimekritiker waren notwendig um den Machterhalt der SED zu sichern. Von der SED selbst wurde das Ministerium für Staatssicherheit als das „Schild und Schwert der Partei“ bezeichnet. Es gab verschiedene Arten von Mitarbeitern der Staatssicherheit. Zum einen waren dies die Hauptamtlichen Mitarbeiter, schätzungsweise gab es 1989 etwa 91.000  hauptamtliche Mitarbeiter des Ministeriums für Staatssicherheit. Diese hauptamtlichen Mitarbeiter waren ausnahmslos Mitglieder der SED, die einzigen Ausnahmen waren junge, noch neue Hauptamtliche Mitarbeiter, welche sich noch in der so genannten „Kandidatenphase“ zur SED Mitgliedschaft befanden. Zum zweiten gab es die inoffiziellen Mitarbeiter, von ihnen existierten mehr als 170.000, von dem der größte Teil im Inland tätig war. In der DDR waren knapp 140.000 Mitarbeiter der Stasi tätig (genaue Zahlen sind nicht verfügbar da die inoffiziellen Mitarbeiter nicht offiziell aufgelistet wurden), von 1950 bis 1990 arbeiteten auch 20 000 bis 30 000 Bundesbürger der Bundesrepublik Deutschland als inoffizielle Mitarbeiter der Stasi. Die Inoffiziellen Mitarbeiter kamen aus allen Bereichen des Lebens, man fand sie unter Polizisten, Arbeitskollegen, Nachbarn und selbst vor Spionageattacken aus der eigenen Familie war man teilweise nicht sicher. Diese inoffiziellen Mitarbeiter wurden eingesetzt um Informationen über tatsächliche oder auch potenzielle staatsfeindliche Äußerungen oder Aktivitäten zu sammeln und diese an das Ministerium für Staatssicherheit weiterzuleiten. Für ihre Spionagetätigkeiten wurden die Inoffiziellen Mitarbeiter mit den verschiedensten Dingen „belohnt“, neben Geld, Eintrittskarten zu Veranstaltungen, winkten manchen Spitzeln auch eine Beförderung in ihrem Beruf.

Die Stasi und ihre Überwachungsmethoden waren überall präsent. Die Stasi hörte Telefonate ab, kontrollierte die Briefpost (für dieses Vorhaben gab es extra entwickelte Maschinen zum unauffälligen öffnen und schließen von Briefen), observierte „verdächtige“ Personen und Fotografierte diese. Es wurde zu jeder observierten Person eine Akte angelegt.

Quellen:
http://www.dkp-darmstadt.de/service/was-ist-sozialismus.htm
http://salvator.net/projekte/mauer/referate/fluchtgeschichten.htm
http://de.wikipedia.org/wiki/Reisefreiheit#Reisefreiheit_in_der_DDR
http://www.emanzipation-im-sozialismus.de/seite-6.html
http://de.wikipedia.org/wiki/Bildungssystem_der_DDR#Kinderkrippen
http://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Fechter
http://de.wikipedia.org/wiki/Ministerium_f%C3%BCr_Staatssicherheit
http://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Demokratische_Republik
Film:http://www.youtube.com/watch?v=cUkimskFJ0w
Bücher:
„Wir sind das Volk - 20 Jahre – Mauerfall“  Verlag: „garant“ ISBN: 978-3-86766-353-3

 

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