Definiere die Grundgedanken Posas politischer und menschlicher Utopie und nimm dazu Stellung
Welche Kriterien von Posa sind die wichtigsten? Besitzen wir heute schon die Reife um diese Ideen umzusetzen? Wurden sie schon heute umgesetzt? Welche Entwürfe von Posa sind noch immer Utopie? Warum sind manche Entwürfe noch Utopie? Mit diesem und vielen anderen Themen werde ich mich nun beschäftigen.
Friedrich Schiller schrieb dieses dramatische Gedicht im achtzehnten Jahrhundert. Er beschäftigte sich mit der Aufklärung, mit Bürgerrechten, obwohl das Stück im sechzehnten Jahrhundert spielt, in einer Zeit, in der sich noch niemand mit Bürgeremanzipation und Menschenrechten beschäftigte. In jener Zeit waren der gesamte Hofstaat, alle Bürger und alle einfachen Leute Untertanen des Königs.
Doch im dramatischen Gedicht „Don Karlos“ beschäftigte man sich schon in jener Zeit mit solchem Gedankengut. In einer Unterredung mit dem König fordert der Marquis von Posa von ihm Bürgerrechte und Gedankenfreiheit. „Geben sie Gedankenfreiheit“ (3215, Don Karlos) König Phillip ist sehr überrascht und hat noch nie eine Person erlebt, die den König kritisierte. Doch Posa meint auch, dass er kein Untertan sondern ein Bürger sei – und dies nicht für sich, sondern für die Menschheit forderte. Posa fordert Menschenrechte, Gedankenfreiheit und Gleichheit, Dinge, die im 16. Jahrhundert unbekannt sind und in heutiger Zeit schon von vielen als selbstverständlich erachtet werden.
Heute leben wir in einer Zeit, in der es Grundrechte für jeden gibt. Es gibt offiziell gesehen keine Menschen ohne Grundrechte. Dennoch gibt es heute leider neben den Demokratien auch noch immer Diktaturen. Solche Länder besitzen noch immer nicht alle Rechte, die einem Menschen zustehen würden. Es wurde bereits vieles vom Aufklärungsgedanken aus dem achtzehnten Jahrhundert umgesetzt. Jeder Mensch hat Grundrechte, wie zum Beispiel das Recht auf einen fairen Prozess oder das Recht auf Leben. Ich denke, dass wir in dieser Zeit bereits die Reife für solche Ideen besitzen. Die menschliche Geschichte hat schon viel erlebt und es war eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis wir alle diese Rechte zugesprochen bekommen. Doch was ist noch Utopie und wurde noch nicht in unserer Zeit umgesetzt? Eigentlich wurde schon fast alles vom Aufklärungsgedanken übertragen, jedoch kann nicht das so perfekt umgesetzt werden, wie es die Aufklärer aus dem 18. Jahrhundert auf dem Papier niedergeschrieben haben. Wir leben in einer kapitalistischen Welt, in der logischerweise das Geld und Rohstoffe eine wichtige Rolle spielen. Deswegen kann man nicht sagen, dass jeder die gleichen Rechte hat, da jemand mit mehr Reichtum – egal in welcher Form – mehr Einfluss hat. Somit kann nie jeder Mensch gleichberechtigt sein. Dennoch ist bereits trotzdem ein großer Schritt getan, denn eines hat jeder: Die Grundrechte.
Ich persönlich denke, dass die Figur, der Marquis von Posa das „Sprachrohr“ Schillers war. Mit dieser Figur konnte Schiller sein aufklärerisches Gedankengut verbreiten. Dieses Stück ist, obwohl es schon so alt ist, noch immer Top Aktuell. Man kann es wirklich zeitlos nennen.
Ich bin froh dass ich heutzutage lebe. Ich lebe in einer Zeit, in der es Grundrechte für jeden gibt. Ich lebe in einem aufgeklärten, demokratischen System.
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