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Das Suchtmittel Facebook

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Wie wahrscheinlich ist es, dass jemand nicht auf dem sozialen Netzwerk Facebook angemeldet ist? Jetzt nur von Jugendlichen zwischen 12 - 20 Jahren ausgehend. Ob man jemanden im Supermarkt, auf einer Party, in der Arbeit/Schule oder auf der Straße kennenlernt - alle fragen nur noch nach dem vollständigen Namen und nicht nach der Nummer. Die häufigste Frage in einem Smalltalk: ,,Bist du auf Facebook?''. Eigentlich zu bemitleiden, wenn man bedenkt, was FACEBOOK aus einem machen kann. Aber dazu später. Und noch eine Frage: Sind Sie auf Facebook angemeldet?

Schwierig zu erklären ist, was Facebook eigentlich identifiziert. Etwa, dass man alles über das Leben anderer erfährt? Oder etwa, dass man sich selbst so gut wie möglich in der Öffentlichkeit darstellt? Man weiß es nicht. Es ist jedem selbst überlassen, wieviel man preisgibt. Blöd wird es nur, wenn man darüber die Kontrolle verliert und wirklich alle 5 Minuten dazu gezwungen ist, einen sogenannten ,,Status'' zu schreiben. Fehlt nur noch, dass man auch schreibt, wann man auf der Toilette war. Zum Glück kann man solche ,,Nervensägen'' verbergen. Als ob es jeden interessieren würde, ob man nun gegessen hat oder schlafen geht - echt mühsam.

Am schlimmsten ist es, wenn man von der SUCHT befallen wird. Einfach der Drang dazu, sich jede Sekunde einzuloggen und zu lesen, was andere schreiben, so zu wirken als ob man selbst kein Leben mehr hat, und nur Interesse an andere aufweist. Also Respekt an die, die sich zurückhalten können, denn es ist wirklich nicht leicht.

Leider gibt es auch solche, die einem wirklich den letzten Nerv rauben: Sie (einschließlich Mädchen) drücken überall - wirklich überall - auf ,,gefällt mir'', treten allen - wirklich allen - Gruppen bei, schreiben mit ihren jungen 14 Jahren wie sehr sie die Liebe ,,fickt'' und, dass sie so viel Unglück im Leben haben, und wenn der Freund Schluss macht, dann ist das der Weltuntergang, denn es war wahre Liebe, obwohl sie nur einmal Händchen gehalten haben, und 3 Wochen ,,zusammen'' waren, und nach 2 Tagen haben sie einen neuen Freund, den sie noch nie gesehen haben, aber eine 2-wöchige Sms-Beziehung hatten, und der bestimmt der Richtige ist. Da bekommt man ja Augenkrebs!

Der Beliebtheitsgrad spielt auch eine wichtige Rolle. Je mehr Freunde man hat, umso cooler ist man. Oder noch besser, je mehr ,,Freunde'' irgendwo auf ,,gefällt mir'' drücken, umso beliebter scheint man. Aber in Wirklichkeit kennt man sowieso nur 50% aller Freunde nur vom Sehen und dann kann man, wenn man ihnen im echten Leben begegnet, nicht einmal ,,Hallo'' sagen. Eine Schande, wozu Facebook fähig ist. Ich rate Ihnen sich nicht anzumelden - ich verspreche Ihnen, Sie verpassen nichts. Sie verpassen nur ihr Leben, wenn Sie angemeldet sind.

Facebook ist eine Droge. Man sollte es als Suchtfalle kennzeichnen und eine Warnung ausschreiben: Bei Risiken und Nebenwirkungen beachten Sie die Warnung oder wenden Sie sich an eine Entzugsklinik oder einem Psychiater.

 

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