Der Mann der Hitler die Ideen gab:
Jörg Lanz von Liebenfels (1874 – 1954)
Zur Person:
Jörg Lanz von Liebenfels war Wiener, Geistlicher, Antisemit, Esoteriker(philosophiert eine Lehre über einen Personenkreis), und Rassentheoretiker. Er veröffentlichte nach seiner Laufbahn als Priester im Jahre 1905 eine Zeitschrift mit dem Namen „Ostara“. Sie erschien monatlich und enthielt Lanz Rassentheorien die vorwiegend gegen den Katholizismus und Sozialismus waren, jedoch für die einzig echte „reine“ Rasse, die er auch als die „Blonden“ bezeichnete. Lanz hatte eine eigene Rassentheorie und bezeichnete sich auch als deren Reformer, jedoch nicht als Erlöser im Gegensatz zu Hitler mit seiner Theorie. Lanz gründete zudem noch den Neutempler – Orden im Jahr 1907 der sehr stark für das „Männerrecht“ Einstand. Dieses Recht behauptete, dass Männer mehr Rechte als Frauen haben sollten, da der Mann schon biologisch stärker als die Frau geboren wurde. Später jedoch musste Lanz unter dem Nationalsozialismus den Neutempler – Orden auflösen. Lanz behauptete in den Zwanziger Jahren noch, dass Hitler Ideen von ihm übernommen hatte, später wurde er aber von den Nazis unterdrückt und es wurde versucht die Spur von Lanz auf Hitler zu löschen.
Die Beweise des Einflusses auf Hitler:
Wilfred Daim beweist durch Aussagen Hitlers und Lanz, dass Hitler nicht nur mehrere Jahre Leser der „Ostara“ war, sondern diese Rassentheorien auch als die „richtigen“ für sein ideologisches Weltbild ansah. Dem Autor gelang glücklicherweise nach dem 2. Weltkrieg ein Interview mit dem noch lebenden Lanz, der bestätigte, dass Hitler ihn einmal besucht habe und nach fehlenden „Ostaren“ aus den Vorjahren gefragt hatte und ihm auch als sehr interessiert erschien. Hitler erwähnt auch in „Mein Kampf“ seine politische Wiener Zeit und berichtet von einem Zeitschriftenblatt, ohne einen Namen zu nennen, das ihn prägte. Im folgenden Abschnitt werden die Gemeinsamkeiten und Unterschiede Lanz und Hitlers Ideologien gezeigt. Diese sollen nur mehr den Einfluss des Jörg Lanz von Liebenfels auf Hitlers Ideologie zeigen, da es seine Ideologie ja schon vor Hitlers Zeiten gab.
Die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Ideologien des Lanz und Hitlers:
Beide sind rassengläubig und glauben, dass alles was nicht aus reinrassigen Menschen (blonde Haare, Blaue Augen) ist, entweder ein Mischling oder ein affenähnlicher Mensch ist.
Sie glauben auch beide, dass die menschliche Kultur von den Gottmenschen („blonden“) entstanden ist und dass alle Ungeschicke der Geschichte des Menschen von Mischlingen sind.
Lanz ist nur Reformer seiner Bewegung und glaubt das irgendwann durch Maßnahmen wie Sterilisation oder Verhütung der anderen Rassen, die „echte“ Rasse überlebt.
Hitler hingegen behauptet der Messias selbst zu sein und ist sich nicht zu böse alle nicht „blonden“ auf dem schnellsten Weg umzubringen.
Hitler möchte aber wie Lanz keinen nationalen Staat sondern eine Vereinigung der Völker der „reinen“ Rasse der Blonden. Hitler sagt auch dass er den Nationalglauben der Deutschen aufgrund der Zeit ausnutzte, sein eigentliches Ziel ist aber keinen Staat sondern eine Rasse zu vereinigen, da dies die Zukunft sein sollte. Wie bei Lanz sind die skandinavischen Länder dabei die größten Vorbilder der „echten“ blonden Rasse.
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