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Sturm und Drang

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Der Name von Sturm und Drang

Wenn man Sturm und Drang hört fragt man sich als erstes, warum diese Literaturperiode überhaupt so heißt:

Zwischen 1767 und 1785, man kann nicht sagen wann es genau war weil jede Quelle andere Jahre nennt, wurde Wirrwarr, ein Drama von Friedrich Maximilian Klinger, durch die Anregung von Christoph Winterthur, einem damals als Genial geltenden Mann, in Sturm und Drang umbenannt.

Im Hintergrund wütete nebenbei ein Sturm von jungen bürgerlichen Intellektuellen die alle mit ihren Aufständen und Protesten ein gemeinsames Ziel hatten: Aufklärung. Jedoch muss man auch wissen, dass der Sturm und Drang immer eine rein literarische Revolution blieb, die nicht von einer revolutionären politischen Bewegung im Volk getragen wurde.

Genau wie das Stück, Sturm und Drang, wurde dann eine ganze Epoche der deutschen Literaturgeschichte benannt. Außerdem wurde die Epoche auch noch als die „Geniezeit“ oder „zeitgenössische Genieperiode“ bezeichnet. Man versuchte Gefühle und Spontaneität; Pietismus, Pantheismus und Rousseaus Kulturkritik und Naturschwärmerei auszudrücken.

Der Hintergrund von Sturm und Drang

Wie wir schon vorher kurz angeschnitten haben dreht sich der „Sturm und Drang“ auch viel um Protestbewegungen die vor allem von Jungen Leuten getragen wurde! Diese Proteste gingen meist gegen die nicht mehr so anspruchsvolle Literatur und Kunst. Sie richteten sich aber auch oft gegen den Absolutismus, also gegen den König, gegen die Adeligen und auch gegen die Reichen. Diese Proteste kann man auch mit der angehenden Revolution verbinden! Zu beachten ist trotzdem, dass der Sturm und Drang in erster Linie eine Literarische Strömung war. Also wirkten sich die Geschehnisse der Proteste auf viele Schauspiele aus. Auch noch in Werken in späteren Epochen wie die Klassik und Romantik bis zum Expressionismus kann man noch spuren der vorangegangenen Proteste erkennen. Weiters setzte sich diese Epoche auch in unserer Sprachkultur fest.

Nur zur Erinnerung: Politisch gesehen blieb der Sturm und Drang wirkungslos.

Die Lebensgeschichte von Friedrich Maximilian Klinger

Friedrich Maximilian Klinger wurde am 17.2.1752 in Frankfurt geboren und starb 79 Jahre und 8 Tage später, also am 25.2.1831 in Estland. Wie bereits erwähnt war sein Drama Sturm und Drang gleichzeitig der Name für die ganze Literaturperiode.

Friedrich hatte zwei Schwestern. Er stammte von einem Bauernsohn namens Johannes Klinger. Dieser starb jedoch 1760 als Friedrich 8 Jahre alt war. Er hatte dann nur noch seine Mutter Cornelia Margareta Dorothea, die als Wäscherin und Krämerin die ganze Familie von ihrem recht mickrigen Lohn ernähren musste. Durch die Förderungen eines gewissen Professor Zink war es ihm möglich ein Gymnasium zu besuchen, und später mit der Unterstützung der Familie Goethe ein Studium (Rechtswissenschaften) zu beginnen.

Er verließ die Universität, nachdem er einige erfolge als Theaterautor geschafft hatte, und schrieb das Stück „Sturm und Drang“.

Danach begann er zu Reisen. Er startete eine Militärkarriere und starb schließlich im Jahre 1831.

Er schrieb viele Werke, unter anderen

Die Zwillinge,
Sturm und Drang,
Der Derwisch,
Die Geschichte vom Goldenen Hahn,

Und viele mehr…

Natürlich gab es noch eine ganze Latte von anderen Autoren und ihrer Werke.

Da gäbe es zum Beispiel:

Friedrich Maximilian Klinger (1752-1831)

Sturm und Drang 1776 (Drama)
Die Zwillinge 1776 (Drama)
Simsone Grisaldo 1776

Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832)

Zum Shakespeares-Tag (Rede) 1771
Adler und Taube 1774
Prometheus 1772-1774

(der junge) Friedrich Schiller (1759-1805)

Die Räuber 1781 (Drama)
An die Freude 1785

Jakob Michael Reinhold Lenz (1751-1792)

Der Hofmeister oder Vorteile der Privaterziehung 1774 (Drama)
Lustspiele nach dem Plautus fürs deutsche Theater 1774
Die Soldaten 1776 (Drama)

Gottfried August Bürger (1747-1794)

Lenore 1773
Gedichte 1778

Heinrich Wilhelm von Gerstenberg (1737-1823)

Gedichte eines Skalden 1766
Briefe über Merkwürdigkeiten der Literatur 1766/67

Johann Georg Hamann (1730-1788)

Kreuzzüge des Philologen 1762

Johann Jakob Wilhelm Heinse (1746-1803)gn

Ardinghello und die glückseligen Inseln 1787

Johann Gottfried Herder (1744-1803)

Abhandlung über den Ursprung der Sprache 1770
Volkslieder 1778/79
Ideen zur Philosophie der Geschichte der Menschheit 1784/91

 

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