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Heinz Unger: Das Kellerkind

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Das Kellerkind

Der Autor,

Heinz Unger ist 1938 in Wien geboren. Das Buch handelt von einer Flucht in den letzten Tagen des Zweiten Weltkrieges in Wien aus der Sicht eines siebenjährigen Buben, genannt Vinzenz. Auch Unger war 1945 gerade 7 Jahre alt. Daher kann man sagen, dass er seine eigenen Erlebnisse in diesen Roman verpackt hat.

Die Handlung

Vinzenz ist sieben Jahre alt und wohnt mit seiner Mutter bei einer Nachbarin in der Kohlmessergasse im ersten Bezirk in der Nähe des Schwedenplatzes, weil ihr altes Zuhause zerbombt wurde. Zu Beginn des Buches erfährt man, dass Vinzenz bei diesem Bombenangriff von Steintrümmern begraben wurde und fast tot war. Bei einem erneuten Bombenangriff fliehen Vinzenz mit seiner Mutter und den Nachbarn in einen unterirdischen Keller, weil zu der Zeit schon viele Luftschutzkeller zerbombt waren. Der Keller verbindet viele Bezirke miteinander und ist sechs Stockwerke tief. Sie treffen im Keller auf allerhand Überraschungen z.B. begrabene Bischöfe, andere Leute, die sich unten verstecken, sogar einen halbtoten SS Mann von dem man nicht weiß, was ihm passiert war. Während ihren Abenteuern lernen sie einander immer besser kennen und man merkt, dass einer der besonders tapfer tut oft ein Feigling ist, der nur seine eigene Haut retten will, gleichzeitig andere Leute sehr mutig und gerecht sind. Die Hausgemeinschaft wandert einige Tage bis in den neunten Bezirk. Aber als sie das Tageslicht erblicken, sehen sie schon einige Leute auf Bänken und lassen sich „sonnen“, denn der Krieg war aus!

Die ganze Gemeinschaft hält zusammen, denn alle haben den gleichen Feind:

1) Die Russen die Wien angreifen, vor denen sie fliehen müssen.

2) Die SS, die in den letzten Tagen des Krieges noch alle Männer zum Wehrdienst verpflichten will, auch sehr junge Buben und alte oder kranke Männer.

Deshalb ist z.B. auch der Jude Tannenbaum, der zuerst nicht mitgehen will und heimlich in der Wohnung des Hofrat Brezina versteckt ist, geschützt in der Gemeinschaft, obwohl einige Leute dieser Gemeinschaft den Juden sonst verraten hätten ( wenn sie nicht einen gemeinsamen Feind hätten).

Die Personen:

Vinzenz, 7Jahre alt, wäre schon in der 2. Klasse, doch da Krieg ist, muss er sich ständig verstecken und kann nicht zur Schule gehen. Er unterhält sich oft mit „unsichtbaren“ Gestalten und er findet den Krieg ganz normal.

Flämmchen und Dunkelbold:

Sind Vinzi´s Stimmen, die er immer hört. Die beiden stehen ihm bei und geben ihm Tipps, seitdem er einmal bei einem Bombenangriff unter Steintrümmern begraben wurde und fast gestorben wäre.

Vinzi´s Mutter:

Macht sich um ihn Sorgen, weil er blass ist, mit unsichtbaren Gestalten redet, immer auf der Flucht sein muss, usw.

Opalka:

Ist der Luftschutzwart, und mochte Hitler. Doch als er den Juden Tannenbaum besser kennen lernt, bemerkt er erst, wie scheußlich Hitler war.

Tannenbaum

Der Jude, der in einer Wohnung versteckt lebt, und mit der Hausgemeinschaft erst gar nicht flüchten will, weil er allen Leuten misstraut. Er ist Arzt. Als sie einmal einen verwundeten SS Mann unterirdisch finden, versucht er, ihn zu retten.

Frau Zappletal

Hat viel Zivilcourage und sagt allen ihre Meinung. Sie nahm Vinzenz und seine Mutter bei sich auf, nachdem deren Wohnung zerbombt wurde.

 

 

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