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Peter Handke: Wunschloses Unglück

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1] Situation Handkes als Erzähler:
Handke versucht sich von seiner Mutter zu distanzieren und diese Erzälung nicht zu schreiben um mit ihrem Selbstmord "abzuschließen". Er hat sich vorgenommen ganz schlicht über sie zu schreiben und sich selbst auf keinen Fall in die Erzählung hineinzuversetzen.

2] Charactaristika des Lebens auf dem Land und deren Auswirkung auf die Hauptperson:
Die Mutter ist öfters vom Land in die Stadt und wider zurück aufs Land gezogen, und mit jedem Umzug hat sich auch ihre Persönlichkeit verändert. In der Stadt war sie immer eine selbsbewusste Frau und hat sich mit ihren Kindern gerne sehen lassen, sie war auch sehr selbstständig. Doch am Land hat sie sich meistens für ihre Kinder geschämt und sich auch ungern mit ihnen gezeigt. Die Mutter fühlte sich auch nicht als etwas Besonderes und fand es selbstverständlich zu Hause alles für den Mann zu machen.

3] Die Welt der Männer. Verbannen und Veränderung:
Sie ließ sich oft von ihrem Mann schlagen, ließ sich andererseits aber nicht viel gefallen und wehrte sich mit Worten. Männer waren nicht sehr wichtig für sie, sie hatte aber trotzdem meistens einen "weil es sich so gehörte". Zu Anfang liebte sie ihren Mann, doch bereits der Zweite interessierte sie nicht sehr. Sie entfernte sich immer weiter von ihnen.

4] Schicksal der Mutter als Einzelfall und Beispiel [Sprache!]:
Sie kümmerte sich immer um die Kinder, versuchte aber [mit Erfolg] eine selbstbewusste Frau zu sein. Doch sie merkte, dass sie ohne Mann nicht gut leben kann. Die Sprache ist sehr einfach, aber oberflächlich gehalten. Handke bleibt bei einer Erzählung und fällt kein einziges Mal selbst in die Geschichte, er nennt hauptsächlich Fakten und erzählt nach.

5] Politische Situation und unterschiedlich intensiver Einfluss aus Handkes Figuren:
Die Familie versucht immer den Schein zu haben, als sei sie eine Familie. Obwohl ihr Mann sie betrügt, lässt sie sich nicht scheiden. Handke erwähnt sich selbst in der Erzählung nur oberflächlich und beschreibt nur die Ereignisse und Figuren wie sie auf seine Mutter gewirkt haben. Er beschreibt keine Figur genau [außer seine Mutter], weder seinen Vater noch seine Großeltern oder seine Geschwister.

6] Vergleich zwischen Deutschland und Österreich:
In Österreich ist die Mutter fast immer selbsbewusst und geht auch gerne auf Feste und lässt sich sehn. In Deutschland am Land "versteckt" sie sich und glaubt sie ist unwichtig. Doch in Berlin ist sie, wie in Österreich, stolz auf sich und ihre Kinder.

7] Emanzipation: Erfolg oder/und Scheitern:
Obwohl die Mutter fast immer einen Mann hat, könnte sie prinzipiell ohne Mann leben. Weil es vor allem früher sehr schwierig war Alleinerziehende zu sein, blieb sie immer bei ihrem Mann. Für mich hatte sie am Ende der Erzählung auf alle Fälle einen Erfolg, weil sie sich unabhängig von den Männern machen konnte. Sie macht sich hin und wieder Gedanken um ihren Mann, doch wenn er einmal zu Besuch war schwiegen sie sich nur an. Die Mutter machte sich nicht mehr viele Gedanken um die Männerwelt.

8] Erkläre den Titel:
Zwischen dem Titel und der Erzählung sehe ich keine Zusammenhänge. Es ist kein Unglück, denn auch wenn die Mutter sich umgebrach hat, hat sie das aus eigenem Entschluss getan. Ich sehe das als Glück, sie konnte sich selbst entscheiden, versuchte noch alles in Briefen zu erkären. Sie hat sich verabschiedet. Manche Menschen würden sich wünschen sich noch von allen verabschieden zu können bevor sie sterben.

 

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