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Filmrezension „Herrn Kukas Empfehlungen“

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Filmrezension „Herrn Kukas Empfehlungen“
1999 erschien der Roman "Herrn Kukas Empfehlungen" geschrieben von Radek Knapp. Neun Jahre später, im September 2008 kommt die Verfilmung des Bestsellers in die Kinos. Die Regie führt Dariusz Gajewski,  Die Hauptrolle spielt der Pole Lukasz Garlicki.
"Herrn Kukas Empfehlungen" beginnt damit, dass der junge Waldemar genug hat, in seinem kleinen polnischen Dorf festzusitzen und deshalb Rat bei seinem erfahrenen Nachbarn Kuka sucht. Dieser schlägt ihm vor, eine Reise nach Wien zu machen. Er empfiehlt Waldemar ein Hotel und so fährt der naive Waldemar mit nichts als einem Rucksack und mit Herrn Kukas drei „wichtigen“ Empfehlungen – die eigentlich nur bedingt hilfreich sind - nach Wien.
Wie der arme Waldemar bald feststellen muss, ist in Wien alles schwerer als erhofft. Glücklicherweise trifft er durch Zufall seinen späteren Mitbewohner  Mirek (Tomasz Karolak), der ebenfalls Pole ist und dessen Mitbewohner Lothar (August Diehl), einen Deutschen, der seine Rolle als verzweifelter Klavierspieler und Ladendieb hervorragend spielt. Durch Mirek bekommt Waldemar Arbeit. Doch das ist noch lange nicht das Ende der Geschichte. Waldemar werden 5000 Euro gestohlen. Als wäre das nicht genug, endet der Versuch, sie zurückzubekommen beinahe im Gefängnis.
Am Ende des Films trifft der mittlerweile glückliche Waldemar den alten Kuka wieder, der ihm noch eine letzte Empfehlung erteilt: „Nichts ist, wie es scheint.“

Der Film ist sehr gut gelungen, doch dem Buch kann er nicht das Wasser reichen, was ein Film ja selten kann, da man einen Roman nur schwer in eineinhalb Stunden verfilmen kann. Der Verfilmung fehlen leider wichtige Details, wie zum Beispiel, dass der Bus nach Wien kein verbeulter, rostiger Kühlschrank, sondern ein modern ausgestatteter, neuer Bus ist. Die kulturellen Unterschiede sowie die Vorurteile gegen die jeweiligen Länder werden nur einmal angedeutet. Sonst hat Dariusz Gajewski alles richtig gemacht, da er Waldemars Geschichte mit Humor und Pepp schildert. Der Zuschauer wird keine Sekunde gelangweilt, da er ständig gebannt wartet, was im nächsten Augenblick passiert. Geniale Kamerapositionen, - und Aufnahmen erlauben dem  Beobachter sich ins  Geschehen hineinzuversetzen. Der Film ist all jenen weiterzuempfehlen, die sich für Wiener Kultur interessieren, Filme mögen, bei denen man etwas zu lachen hat und die Reichsbrücke schon immer mal – bis auf die Darsteller natürlich - ganz leer sehen wollten.

 

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