Gotthold Ephraim Lessing
Gotthold Ephraim Lessing wurde am 22. 01. 1729 als drittes von zwölf Kindern vom Pastor Johann Gottfried Lessing und seiner Frau Justine Salome in Karmens (Sachsen) geboren. Er wuchs in einem protestantischen Elternhaus in bescheidenen Verhältnissen auf. Von 1741 bis 1746 besuchte Lessing die Fürstenschule St. Afra in Meißen. Dort absolvierte er auch sein Abitur. Lessing begann 1746 in Leipzig ein Theologie- und Philologiestudium (Sprach- und Literaturwissenschaften). Damals lernte er die Theatergruppe von Caroline Neuber kennen, in der er viele neue Bekanntschaften schloss. Hier entdeckte er seine Vorliebe für Theater und Literatur und begann, seine ersten Gedichte, Erzählungen und Lustspiele (Komödien) zu schreiben.
Sein erster großer Erfolg war das Stück: „Der junge Gelehrte“. Von da an hatte Lessing den Wunsch, Schriftsteller zu werden. In Berlin hoffte er auf den großen Durchbruch als Schriftsteller, doch jener scheiterte. Zu dieser Zeit brach der Siebenjährige Krieg aus. Es gelang ihm, eine feste Anstellung als Mitarbeiter der „Berlinerischen Privilegierten Zeitung“ zu bekommen, wo er als freier Schriftsteller arbeitete. 1760 ging er nach Breslau, da er dort ein Angebot als Sekretär hatte. Er blieb fünf Jahre und war finanziell abgesichert. Das Ergebnis dieser Zeit war das erste bedeutende Lustspiel der deutschen Geschichte „Minna von Barnhelm oder das Soldatenglück“.
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Von 1767 bis 1769 lebte Lessing in Hamburg. Dort arbeitete er als Dramaturg am Hamburger Nationaltheater. Sein Vorhaben, ein deutsches Nationaltheater zu errichten, ließ sich nicht verwirklichen, weil „Deutschland rückständig sei“.
Im Herbst 1776 heiratete Lessing Eva König, die ein Jahr nach der Heirat verstarb, wie auch Lessings einziger Sohn nach der Geburt. „Ich wollte es auch einmal so gut haben wie andere Menschen! Aber es ist mir schlecht bekommen.“ So beendete er den Brief, in dem er mitteilte, dass sein neugeborener Sohn nur 24 Stunden lebte. 1772 beendete er das bürgerliche Trauerspiel „Emilia Galotti“. 1779 veröffentlichte er das Toleranzdrama „Nathan Der Weise“. Mit seinem ständigen Kampf gegen die Dominanz der Kirche, den Feudalismus und für die Aufklärung der Menschen leitete Lessing die klassische Literatur ein. Vor seinem Tod 1781 durch einen Schlaganfall, war Lessing fast vollständig erblindet.
Lessing lebte in der Zeit der Aufklärung. Bücher der Literatur der Aufklärung wurden in der Regel zwischen 1720-1790 geschrieben und vertraten – bewusst oder unbewusst – die Ideen der Aufklärung, so wie auch Emilia Galotti. Mit diesem Werk wollte er den Konflikt zwischen Adel und Bürgertum aufzeigen, welcher während der Zeit der Aufklärung ein sehr aktuelles Thema war. Er war einer der zahlreichen Autoren, der die Menschen während des Absolutismus (mit seinen Werken) aufklären wollte.
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