Raffael Horn
Raffael Horn arbeitet als Psychiater in einer Klinik. Er wohnt gemeinsam mit seiner Frau Irene und seinem Sohn in Furth am See. Über sein Aussehen erfährt man über das Buch hinweg nichts.
Als Familienvater hat Raffael Horn einiges zu tun und auch im Haushalt hilft er mit. Er kocht mit seiner Frau Irene (S. 177, 178) und es scheint ihn nicht zu stören, fasst, als ob er es freiwillig täte. Die Beziehung zu seiner Frau könnte harmonischer nicht sein, das wird nicht nur dadurch gezeigt, dass sie nicht streiten, sondern auch, dass sie zu jeder Zeit Sex haben. Er findet jedoch, dass er seiner Frau nicht allzu viel von seiner Arbeit erzählen sollte, weil es ihm unheimlich ist, wie genau sie über Caroline Weber, eine Patientin Bescheid weiß. Horns Art ist in den meisten Fällen sehr direkt, was sich positiv aber auch negativ auswirkt. Als er ein Paar behandelt, spricht er es plötzlich darauf an, ob es früher Masturbiert hat, was diesem sehr unangenehm war und kein Wort mehr herausbrachte. Er rettet damit aber auch Caroline Webers Leben, denn als sie sich einsperrt und sich die Pulsadern aufschneidet, ist er der Einzige, der es schafft sie herauszuholen, indem er sagt, dass nicht ihre Tochter – sie glaubt, ihre Tochter wäre der Teufel – sondern ihr Mann Schuld an ihrem Zustand ist. Dieses Beispiel belegt nicht nur seine direkte Art, sondern auch seine Überredungskünste.
Raffael Horn hat zwei merkwürdige Angewohnheiten. Einerseits will er nicht über den Haupteingang ins Krankenhaus gehen, sondern über den Seiteneingang, was ein wenig paranoid wirkt. Wenn ihn darauf jemand anspricht, antwortet er, er möge den Portier nicht. Andererseits spricht er laut, während er glaubt, er würde das Gesprochene nur denken, was ihm ziemlich peinlich ist (122, 180). Was auch auffällt, ist, dass er überdurchschnittlich oft in Gedanken versinkt, oft beschäftigen ihn dann seine Patienten (einmal am Weg zur Arbeit, Kapitel 6 über Patienten). Der Psychiater hasst den Geruch von Fußschweiß und verbrannter Milch, Junkies (251) und Dinge kaputt zu machen (Tür aufbrechen). Bei manchen Dingen, von denen er behauptet, er könne sie gut, wie Tomaten schälen, bezeichnet ihn seine Gattin spaßhalber als starrköpfigen Dilettanten (178).
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