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Aldehyde & ihre Verwendung

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Aldehyde & ihre Verwendung:

Methanal (Formaldehyd, H-CHO, „Ameisensäure“)

Ist das einfachste und technisch wichtigste Aldehyd.

Herstellung:

Aus Methanol durch katalytische Dehydrierung.

Eigenschaften:

Gasförmig, in Wasser gut löslich; wässrige Lösung heißt „Formalinlösung“. Methanal ist ein Zellgift, das Proteine härtet. Deshalb wirkt es bakterizid und wird oft als Desinfektions- und Konservierungsmittel verwendet. Es wird auch zur Herstellung von Kunstharzen eingesetzt. Diese werden z.B. für Kunststoffplatten in der Möbelindustrie und im Baugewerbe.

Formaldehyd-Kunstharze werden auch als zum Verkleben von Holzspänen für Pressspanplatten verwendet. Das Methanal bleibt durch eine unvollständige Reaktion noch in den Spanplatten vorhanden und wird an die Umgebung abgegeben. Ab einer gewissen Konzentration kann es zu Schleimhautreizungen führen. Die cancerogene Wirkung von Methanal ist wissenschaftlich nicht eindeutig bewiesen. Die Giftigkeit von Methanol basiert auf der Bildung von Methanal, was auch in weiterer Folge „Ameisensäure“ heißen kann. Trotz seiner giftigen Wirkung ist es als Stoffwechselprodukt in kleinen Mengen in unserem Körper enthalten.



Ethanal (Acetaldehyd, CH3-CHO)

Ethanal hat technisch eine eher geringe Bedeutung, ist aber ein wichtiges Stoffwechselprodukt. Im menschlichen Körper wird es bei der Oxidation von Ethanol durch das Enzym Alkoholdehydrogenase in der Leber gebildet. Bei ständigem und übermäßigem Alkoholkonsum kann es zu einer Überlastung des Enzymsystems kommen und somit zu Leberschäden führen. Ethanal ist auch ein Zwischenprodukt bei der alkoholischen Gärung. Wie Formaldehyd ist es auch in der Liste der krebserregenden Arbeitsstoffe in Teil B eingestuft.


Benzencarbaldehyd (Benzaldehyd)

Vorkommen:

In Kernen verschiedener Früchte

Eigenschaften:

Intensiver Geruch nach Mandeln

Benzencarbaldehyd bildet mit HCN (Blausäure) und Glucose (Traubenzucker) in den Kernen von Früchten den Aromastoff Amygdalin. In größeren Mengen kann es zu einer vergiftung führen, da durch die Magensäure HCN (Blausäure) freigesetzt wird.

Verwendung:

Als Mandelaroma, z.B. künstliches Bittermandelöl, das zum Aromatisieren von Getränken und Gebäck u.s.w. im Handel erhältlich ist.

Citral (3,7-Dimethyl-octa-2,6-dienal)

Citral ist ein ungesättigtes Aldehyd und kommt meist in Zitronen, aber auch in vielen Blumenduftstoffen vor.

Propanon (Aceton, CH3-CO-CH3)

Propanon wurde früher aus dem Ca2+-Salz der Essigsäure hergestellt. Heute wird es petrochemisch aus Propan-2-ol durch Dehydrogenierung erzeugt. Aceton ist ein wichtiges Lösungsmittel für Lacke (Nagellackentferner) und Kunststoffe.


 

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