DER WOLF
Steckbrief des Wolfs
Entwicklung und Herkunft
Die Vorfahren des Wolfes lebten vor 100 bis 120 Millionen Jahren auf dem Nordamerikanischen Kontinent. Daraus entwickelte sich vor 30- 40 Millionen Jahren ein Vorfahre des Wolfs, der etwas kleiner war als der heutige Wolf, seine jetzige Form erreichte der Wolf vor 1 bis 2 Millionen Jahren.
Verwandte
Die 37 Arten der Hundefamilie umfassen Wölfe, Schakale, Kojoten, Füchse, Dingo sowie Wild- und Haushunde. Die engsten Verwandten des Wolfes sind Kojoten, Schakale, Dingos und der Haushund.
Verschiedene Wolfsarten
Der Wissenschaft sind zur Zeit zwei Wolfsarten bekannt:
A)Der Rotwolf
Der Rotwolf ist nur mehr im Südosten der USA zu finden. Früher war er auf der ganzen Welt verbreitet.Aber er wurde ausgerottet. Diese Wölfe haben längere Beine und größere Ohren als der Grauwolf. er ist wahrscheinlich eine Kreuzung zwischen Grauwolf unf Coyoten
B) Der Grauwolf
Der Grauwolf ist die am weitesten verbreitete Art des Wolfes. Zu ihm gehören der Timberwolf und der Arktische oder Kanadische Wolf
Es gibt dann noch mehrere Unterarten, wie z.B.
Die Wüstenwölfe
Diese Wölfe kommen in den Wüsten Mexikos, Arabien, Iran e.t.c. oder
Der Äthiopische Wolf
Diese Wolfart kommt ausschließlich im Simen-Gebirge (Äthiopien) vor. Er ist so groß wie ein Kojote und hat ein rötlich-braunes Fell mit hellem Haar an Bauch und Kehle.
Der Haushund ist ein Wolf
Der Hund stammt laut der letzten Forschungsergebnisse eindeutig vom Wolf ab.Die neuesten DNS Forschungen ergaben, dass er sich vom Wolf um nur 0,2 % unterscheidet.
Die Hunde haben viele Verhaltensweisen, die auch beim Wolf anzutreffen sind, z.B. haben sie noch den Jagdinstinkt der Wölfe und jagen Vögel oder Puten auch ihre Körpersprache oder ihr Rudelverhalten ist so wie beim Wolf.
Das Aussehen eines Wolfs.
Skelett, Körperbau
Abgesehen von den großen Haushunderassen, wie z.B. der Dogge sind die Wölfe die größten aller Caniden.
Sie werden bis zu 1,80 Meter lang und bis zu 80 kg schwer. Dank seines stromlienien-förmigen Körpers kann ein Wolf sehr schnell laufen und seine kräftigen Beine machen ihn zu einem ruhelosen Jäger.
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Gebiss
Ein Wolf zeigt beim Gähnen sein volles Gebiss. Wölfe und die meisten anderen Caniden haben 42 Zähne. Bei Wölfen können die vier großen, dolchartigen Ecvkzähne bis zu 5 cm lang werden.
An den Kiefern des Wolfes sitzen kraftvolle Muskeln, die großen Druck ausüben können, wenn derWolf seine Zähne in das Fleisch der Beute schlägt.
Muskeln
Die Muskeln an Nacken, Schultern und Hinterbeinen sind bei Wölfen und anderen Caniden gut ausgebildet. Sie verleihen ihnen Stärke, Ausdauer und Schnelligkeit. Muskelkraft allein reicht jedoch für den Beuteerwerb nicht aus . Wölfe müssen auch listig und geschickt sein, damit ihre Jagd gelingt.
Fell
Wölfe und andere Mitglieder der Hundefamilie haben ein dickes Fell .Diese dichte Haarschicht schützt das Tier vor Verletzungen und hält es bei kaltem Wetter warm. Wölfe die in kalten Lebensräumen Wohnen, haben ein dickes und dichtes Fell. Wölfe die aber in warmen Lebensräumen vorkommen, haben ein dünneres Haarkleid.
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Das Verhalten des Wolfs.
Das Verhalten im Rudel
Die Wölfe sind gesellig und leben in Gruppen von 8 - 20 Tieren. Jedes Rudel hat seine Rangordnung und wird ausschließlich vom stärksten Männchen und Weibchen geführt.
Markieren
Territorien sind Gebiete, in denen Tiere Nahrung suchen und ihre Jungen aufziehen. Diese Territorien werden gegen Konkurenten verteidigt. Wolfsterritorien sind unterschiedlich groß. Kleine Territorien umfassen ca. 170 km, große sind etwa zehn bis hundertmal größer.Die Grenzen des Territoriums werden vom Rudel regelmäßig kontrolliert. und mit Urin markiert. Der Urin der an die Markierpunkte gesprüht wird hält mehrere Tage den Duft an. Gleichzeitig wird das Geheul dr Tiere als Warnung über große Entfernungen eingesetzt. Ein Rudel verteidigt sein Territorium heftig gegen jedes rivalisierende Rudel das es wagt , die Grenzen des Markierpunktes zu übertreten.
Riechen, Schmecken und Tasten
Wölfe haben einen scharfen Geruchssinn.Die Duftteilchen gelangen über sehr feine Knochenröhren in das Dach der Nasenhöhle. Diese Röhren werden auch Nasenmuschel genannt und sind mit einem ganzen Netzwerk von Nerven verbunden, das Signale zum Gehirn sendet. Wenn die ledrige Nasenspitze feucht ist fördert es das Riechvermögen.Wölfe verständigen sich nicht nur durch Heulen, sondern auch durch Berührungen. Dazu reiben sie ihr Fell aneinander, lecken sich und stecken als Begrüßung ihre Nase in das Fell des anderen Wolfes.
Mit den Geschmacksknospen auf der Zunge, schmecken die Wölfe das Fleisch. Wölfe verzehren zuerst den schmackhaftesten Teil eines Fleisches.
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Sehvermögen und Gehör
Wölfe sind wie auch Haushunde farbenblind. Im Dunkeln können die Augen aufleuchten, da es eine Schicht im Augenhintergrund gibt, die bei schlechten Lichtverhältnissen das wenige Restlicht verstärkt. Da die Augen weit auseinander stehen, haben Wölfe ein Blickfeld von 270° , wo die Menschen nur ein Blickfeld von nur 100° haben. Wölfe haben aber Schwierigkeiten in großen Entfernungen still stehende Objekte auszumachen, sie sehen aber gut Bewegungen. Das Gehör und der Geruch ist für den jagenden Wolf wichtiger als das Sehen.
Wölfe besitzen ein ausgeprägtes Gehör.Sie hören das Hochschnellen eines Zweiges aus einer Entfernung von 3km. Sie sind bei jeden Geräusch wachsam, da es von einer Beute oder einem Feind verursacht sein könnte. Wölfe und Hunde hören einen größeren Umfang an Tönen als Menschen. z.B. Ultraschall.
Körpersprache der Wölfe
Wir haben eine Körpersprache.Wenn wir lachen sind wir fröhlich. Wölfe haben auch eine Körpersprache: Zähnezeigen heißt zum Beispiel, dass sie zornig sind.
Mit dem Schwanz wackeln bedeutet, dass sie fröhlich sind.
Paarung und Aufzucht der Welpen
Während der Paarungszeit herrscht große Unruhe im Rudel. Es noch nicht erwiesen, ob sich nur die Alphatiere paaren dürfen, oder ob auch andere Rudelmitglieder Junge werfen dürfen.
Das Rudel hilft dem Alphaweibchen, die unterirdische Kinderstube auszugraben. Meist ist die Wurfhöhle auf einer Anhöhe, damit die Tiere das Umfeld besser überblicken können.
Das Weibchen ist ca. 63 Tage trächtig, dann wirft sie die Jungen. Sie wirft einmal im Jahr
5-14, ca 500g schwere Welpen. Da alle Wölfe Säugetiere sind, säugt die Wölfin ihre Jungen.Wenn die Welpen acht Wochen alt sind, ernähren sie sich schon von Fleisch und nicht mehr nur von Muttermilch. Im Alter von zehn Monaten können sich die Welpen schon selber versorgen. Sie bleiben aber noch im Rudel um Jagdtechniken zu erlernen.
Der Wolf und seine Beute.
Der Wolf ist ein Fleischfresser
Wölfe und ihre Verwandten sind Fleischfresser.Sie töten Tiere, um frisches Fleisch zu bekommen ,aber sie fressen auch Aas (tote Tiere). In Notsituationen fressen sie auch Früchte und Beeren oder Gras ,das zu einer besseren Verdauung verhilft. Am allerliebsten essen Wölfe aber Herdentiere wie Elche, Hirsche oder Rentiere.
Jagdverhalten
Wölfe jagen lebende Beute, die sie anschließend mit ihren scharfen Zähnen zerlegen.
David Mech, ein berühmter Wolfsforscher, hat ein Rudel von etwa 15 Wölfen bei der Jagd beobachtet.Die Wölfe konnten 131 Elche aufspüren.Von diesen gelang 78 Tieren sofort die Flucht, noch ehe die Wölfe in die Nähe kamen. 53 Elche wurden schließlich von den Wölfen gestellt. 47 von ihnen konnten flüchten. Nur bei sechs Elchen war die Jagd erfolgreich.Das entspricht einem Jagterfolg von nur 5%!
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Jäger und Heger
Wölfe schützen den Wald, da sie die schwachen und toten Tiere fressen. In Deutschland wurde der Wolf fast ausgerottet. Die Folge war, dass es mehr Wildtiere gab. Diese Tiere zerstörten Wälder und Pflanzen. Zum Glück vermehrte sich wieder der Wolf. Damit wurden wieder die Wälder und Pflanzen schöner.
Der Lebensraum des Wolfs.
Früher
Forscher haben herausgefunden, dass vor ca. 120 Mio. Jahren die ersten Wölfe in Nordamerika lebten und sich dann auf die ganze Welt ausbreiteten. Wölfe gab es nur nicht in Australien und in der Antarktis.
Heute
Jetzt leben Wölfe sowohl in den heißen Gebieten wie Indien , Afrika oder in den kalten Zonen, wie Alaska, Kanada oder Sibirien. Ihr Lebensraum ist aber deutlich eingeschränkt. Sie zählen zu den bedrohten Tierarten. In Deutschland sind sie ganzjährig geschützt und dürfen nicht abgeschossen werden. In anderen Ländern ist die Jagd auf die Wölfe das ganze Jahr über erlaubt. Die meisten Wölfe leben in Russland, ca. 30.000.
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