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Verhalten von Wölfen im Rudel

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Verhalten von Wölfen im Rudel

Wölfe haben ein kompliziertes soziales Verhalten, das für Menschen in vielen Fällen schwer zu durchschauen ist.

Bildung der Rangordnung:

Die Kämpfe um die Rangordnung beginnen ungefähr mit dem Ende des zweiten Lebensjahres. In diesem Alter werden die Jungwölfe geschlechtsreif, gelten im Rudel von nun an als erwachsen und werden auch so behandelt und mit in die Rangkämpfe einbezogen oder dazu gezwungen, das Rudel zu verlassen. Doch die Rangfolge innerhalb des Rudels wird nicht nur durch direkte Kämpfe bestimmt. So rücken zum Beispiel beim Tod eines ranghöheren Tieres die rangniederen Tiere nach.

In einem Wolfsrudel gibt es für Männchen und Weibchen eine getrennte Rangordnung!

Die Alphatiere:

Sie sind die Spitze des Wolfsrudels. Man kann sie an ihren hochgestellten Schwänzen erkennen. Meist sind sie die ältesten Tiere im Rudel und die Eltern der meisten Mitglieder des Rudels. Ein erfolgreiches Alphatier kann seine Herrschaft bis zu acht Jahre lang halten, ehe es abgelöst wird (oft geschieht dies durch den Tod wegen Altersschwäche!).

Jungwölfe:

Bis zu ihrem zweiten Lebensjahr haben die Juvenilen sozusagen ein „Freilos“ im Rudel (wegen des Kindheitsschemas). Die älteren Wölfe verhalten sich gegenüber den Jungwölfen tolerant und verzeihen vieles. Sie befinden sich noch in der Lehrzeit und werden nicht in Rangkämpfe mit einbezogen.

Der Omegawolf:

Er ist der letzte in der Rangordnung und dient sozusagen als Sündenbock für alles. Auf ihm werden alle angestauten Aggressionen ausgelassen. Doch auch Omegatiere erfüllen ihren Sinn im Leben der Wölfe. Um den ständigen Sticheleien zu entgehen, trennen sie sich vom Rudel und tragen mit ihren weiten Wanderungen viel zur Verbreitung der Wölfe bei.

Das Lernen von Jagdtaktiken:

Große Teile des Verhaltens eines Wolfes sind angeboren. In den Spielen der Jungwölfe sind bereits die Grundzüge der Jagd vorhanden, wie sie später von ihnen praktiziert werden. Die Wölfe brauchen ihre angeborenen Fähigkeiten nur noch zu verfeinern und nur ein kleiner Teil muss noch erlernt werden, um zu erfolgreichen Jägern zu werden. Dieses Verfeinern geschieht meist durch Lernen von älteren oder geschickteren Artgenossen oder durch Ausprobieren in ihren Spielen. Sie schleichen sich an Artgenossen heran und fallen über diese her, wie sie es auch später bei der Jagd machen. Da viele Beutetiere der Wölfe äußerst wehrhaft sind, werden die Jungwölfe bei den gemeinsamen Jagden nur als Beobachter mitgenommen.

 

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