Morphin

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Morphin

Infos:

Morphin ist eine Art von Opium, genau wie Heroin, Codein und Propoxyphen. Es wird der Mohnpflanze entnommen. Aus assyrischen Schriften ist der Mohn als Schmerzmittel bekannt. Die Rohopiumproduktion beträgt heute jährlich ca. 1.500 t. Um 1 kg Opium zu gewinnen, müssen ca. 20.000 Mohnkapseln geerntet werden. lm Opium sind 40 unterschiedliche Alkaloide enthalten. Alkaloide sind stickstoffhaltige Pflanzenbasen, die zu den Stärksten Giften gehören und auch in Koffein und Nikotin enthalten sind. Als Hauptalkaloid wurde das Morphin identifiziert, das im Zentralnervensystem seine schmerzstillende Wirkung entfaltet. Es wirkt direkt auf das Schmerzzentrum und einige weitere Hirnareale. In der Medizin ist Morphin eines der wichtigsten und effektivsten Medikamente für Menschen, die unter chronischen und sehr starken Schmerzen leiden. Der entscheidende Nachteil dieses Schmerzmittels ist die Gefahr der Abhängigkeit.

Wirkmechanismus

Die Wirkung wird, wie bei allen anderen Opiaten, durch Dopaminausschüttung erreicht. Morphin wird in der Medizin je nach Präparat durch den Mund (oral), durch den Mastdarm (rektal), in einen Muskel (intramuskulär), unter die Haut (subkutan) oder in eine Vene (intravenös) verabreicht. Bei einer intravenösen Verabreichung kann es leicht zu einer Überdosis kommen. Als illegale Straßendroge wird Morphin häufig auch geraucht oder geschnupft. Morphin wird rasch über die Leber umgewandelt und durch die Niere ausgeschieden. Die Wirkdauer beträgt ca. vier bis fünf Stunden.

Mögliche Wirkung

Neben der schmerzstillenden und dämpfenden Wirkung tritt ein Gefühl der Ruhe, Zufriedenheit und der Entspannung ein, wobei die Sorgen des Alltags vergessen werden.


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Negative Wirkung

Durch den Effekt der Schmerzherabsetzung kann es zur Vernachlässigung der natürlichen Alarmsignale des Körpers kommen, wodurch chronische Beschwerden entstehen können. Die angstlösenden Effekte ziehen Konzentrationsschwierigkeiten, verminderte geistige Aktivität und Interessenslosigkeit mit sich. Bei einem Gebrauch von Morphin kann es zu einer verminderten Atemfunktion führen, die wiederum zu einem Atemstillstand führt. Weiters können Übelkeit, Erbrechen und Appetitlosigkeit auftreten, die Pupillen verengen sich, Blutdruck und Temperatur sinken ab.

Zum Gesetz

Morphin unterliegt als Medikament dem Arzneimittelgesetz und erfordert eine ärztliche Verschreibung. Wer dieses Medikament einfach weitergibt oder verkauft, verstößt gegen das Arzneimittelgesetz und zwar auch dann, wenn es ursprünglich von einem Arzt verschrieben wurde.

Weiters unterliegt Morphin dem Suchtmittelgesetz. Schon alleine der Erwerb und der Besitz, sowie die Erzeugung, die Ein- und Ausfuhr und die Weitergabe und der Verkauf dieser Substanz ist gerichtlich strafbar und kann Geld- und Gefängnisstrafen nach sich ziehen.

Mögliche Langzeitfolgen

Ein regelmäßiger Konsum kann zu körperlicher und psychischer Abhängigkeit führen. Regelmäßiger Konsum von Morphin führt zu einer Immunität gegenüber den schmerzstillenden und beruhigenden Wirkungen.

Bei Morphinentzug können folgende Effekte auftreten:

* Unruhe
* Reizbarkeit
* Depressivität
* Angst
* Schlaflosigkeit
* Schwitzen
* Kälteschauer
* Erweiterung der Pupillen
* Erbrechen
* und viele mehr…

 

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