HUNDE
Entwicklungsgeschichte
Das Fremdwort für Hund lautet: Canis lupus familiaris, das bedeutet zur Familie der Wölfe gehörend. Zu dieser Familie gehören außer Wölfen und Hunden noch Füchse, Schakale, Kojoten, Dingos und Wildhunde. Sie alle sind miteinander verwandt. Das bedeutet, dass all diese Tiere untereinander fortpflanzungsfähige Nachkommen zeugen können, wenn sie sich paaren würden. (Samen und Ei z.B. Fuchs und Schakal)
Der Wolf entstand vor ca. 300.000 Jahren in Amerika. Und in der Steinzeit vor ca. 12.000 Jahren begannen Menschen damit, aus wilden Wölfen zahme Haushunde zu züchten. Das nennt man Domestikation.
Der Hund ist wegen seines Verhaltens und seiner Nützlichkeit zum besten Freund des Menschen geworden. Er ist wie der Mensch ein soziales Wesen, das gerne im Rudel lebt und gerne einen Anführer hat oder selbst zum Anführer wird.
Der Hund kann sich leicht an verschiedene Lebensbedingungen anpassen, dadurch war er in Urzeiten, als der Mensch noch Jäger war, bis heute, wo der Hund mit dem modernen Menschen in der Großstadt lebt, ein treuer Gefährte.
Züchtung von Rassen
Im Laufe der Erdgeschichte sind verschiedene Wolfs- und Hunderassen entstanden, die verschiedene Körpermerkmale aufweisen.
Rassen sind entstanden
1) wegen Umweltsituationen (z.B. lange Haare – Norden, kurze Haare - Süden)
2) durch Eingreifen des Menschen, damit sie ihm nützlich sind.
Es gibt weltweit ca. 400 anerkannte Rassen.
So gab es schon immer Hunde, die besonders gerne und viel bellten. Dieses Alarmschlagen hat man genutzt und Wachhunde gezüchtet.
In Asien wurde der Pekinese gezüchtet, damit er den Tempel bewacht. Er muss lange ruhig sitzen bleiben können. Dadurch hat man ihm die lange Nase weggezüchtet, sonst würde er ständig mit der Nase auf der Erde schnüffeln und einer Spur hinterher laufen.
Chow Chow: in Notzeiten in China gegessen (viel Körpermasse)
Jagdhunde:
Langbeinige Jagdhunde für Sichtwild, z.B. Rehe:
Dachshund = Dackel: hat kurze Beine für Dachsbau, fängt kleine Tiere, die sich in der Erde verkriechen (Dachs, Ratten,…) langer Fang, damit kann er die Beute leicht schnappen.
Mastiff für Angriff und Verteidigung im Krieg
Qualzucht :
z.B. beim Pitbull Terrier, der sehr aggressiv gezüchtet wurde und der eigentlich keine Angst mehr hat. Angst und Aggression gehören aber zusammen und sind beim Wolf ein Zeichen von Intelligenz, da er dadurch überleben kann.
z.B. Rassen, die wie z.B. der Bassett die einen traurigen Blick haben, dieser Blick ist nur erreichbar durch schlaff nach unten hängende Augenlider und eine dunkelrote Bindehaut haben die dadurch immer entzündet ist.
z.B. Kupieren des Schwanzes und der Ohren: Ist beim Dobermann ein Schönheitskennzeichen und ein Rassenmerkmal. Das Kupieren macht man beim Welpen, gleich nach der Geburt. Es ist schmerzhaft und später auch eine Qual für den erwachsenen Hund, weil er seine Gefühle nicht ausdrücken kann
Lautsprache des Hundes
Heulen
Der Hund heult eigentlich nur, wenn er „ verliebt“ ist und sein Weibchen herrufen will, oder wenn ein Hund stark vom Herrl vernachlässigt wird und einsam ist. Dann ruft er mit seinem Heulen verzweifelt nach seinem „Rudel“.
Das unterscheidet ihn vom Wolf, der viel heult, aber sehr selten bellt.
Bellen
Hunde bellen viel, das ist die normale „Sprache“, mit der sich sie untereinander und mit dem Menschen verständigen. (Wirf den Ball, Achtung, da steht wer vor der Tür, Geh weg!...) Wölfe hingegen bellen fast nie, außer sie wachsen gemeinsam mit Hunden auf.
Knurren
Das Knurren ist eine Drohung, es dient innerhalb des Rudels der Rangverteidigung, aber auch oft wird das Knurren von spielenden Welpen gebraucht.
Winseln
Das Winseln ist bei Hunden so wie das Weinen beim Menschen.
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